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GdP Niedersachsen fordert mehr Aufenthaltsverbote für Fußball-Gewalttäter

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen fordert nach dem Europa-League-Spiel Hannover 96 gegen Twente Enschede umfangreichere Aufenthalts- und Betretungsverbote für Fußball-Gewalttäter.

„Angesichts des erforderlichen Einsatzes von rund 1000 Polizisten, der verletzten Kollegen und zahlreichen Sachbeschädigungen auf dem Weg zum Stadion muss es schleunigst mehr Einschränkungen für gewaltbereite Personen im Umfeld von Fußballspielen geben“, sagt der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. „Da es sich bei diesen Gewalttätern ohnehin nicht um echte Fans handelt, entsteht den Vereinen bei ihren Auswärtsspielen somit kein Nachteil. Im Gegenteil: Wenn die gewalttätigen Personen nun mit strikteren Meldeauflagen, Aufenthalts- und Betretungsverboten belegt werden, schützt das meine eingesetzten Kolleginnen und Kollegen, die Klubs sowie den Fußball allgemein“, erläutert Dietmar Schilff. Beim Einsatz am 22. November in Hannover habe aufgrund der zahlreich angereisten so genannten Fans aus Enschede eine hohe Eskalationsstufe vorgelegen. Es sei zu Steinwürfen auf die Beamten, dem Abbrennen von Pyrotechnik und letztlich insgesamt 36 Strafanzeigen gekommen.

„Die Arbeit im präventiven Bereich muss jetzt massiv ausgeweitet werden. Doch die Unbelehrbaren, die den Fußball zerstören wollen, müssen auf europäischer Ebene ein Höchstmaß an Einschränkungen zu spüren bekommen. Dabei ist insbesondere die UEFA gefordert“, führt der GdP-Landesvorsitzende aus.