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GdP Niedersachsen fordert stärkere Beachtung von Beschäftigteninteressen

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen will die Beschäftigteninteressen bei der Digitalisierung der Polizeiarbeit in den Mittelpunkt rücken. Bei einer Fachtagung des "Behörden Spiegels" und der GdP am Montag in Hannover machte der Landesvorsitzende Dietmar Schilff deutlich, dass neue Technik die Arbeit der Polizeibeschäftigten erleichtern müsse.

"Ständige Erreichbarkeit der Polizeibeschäftigten darf es dagegen nicht geben. Die Regelungen des Arbeitsschutzes und der Mitbestimmung müssen konsequenter angewandt werden, um die Kolleginnen und Kollegen zu schützen", sagte Schilff bei der Veranstaltung, die unter der Überschrift "Digitalisierung – Herausforderungen für die Polizei" stattfand. Chancen und Risiken lägen hier eng beieinander. "Um es zu verdeutlichen: Die GdP widersetzt sich Projekten wie der Einführung eines Polizei-Messengers oder dem `Predictive Policing´ nicht, wird aber genau darauf achten, dass auch die Interessen der Polizeibeschäftigten gewahrt bleiben", betonte der Landesvorsitzende vor rund 100 Teilnehmenden - darunter Vertreter der Landtagsfraktionen und der Polizei Niedersachsen, unter anderem Landespolizeidirektor Knut Lindenau.

Der Vorsitzende des niedersächsischen Polizeihauptpersonalrates (PHPR), Martin Hellweg, zeigte ebenso wie Schilff die Handlungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten von Interessenvertretungen in diesem Bereich auf. „Arbeitsverdichtungen durch die Digitalisierung sind schlicht nicht hinnehmbar“, sagte Hellweg und verwies auf die Mitbestimmung des PHPR auf Basis des Personalvertretungsgesetzes.

Schilff bedankte sich darüber hinaus beim Chefredakteur und Herausgeber des "Behörden Spiegels", Uwe Proll, für die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit der GdP.