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GdP Niedersachsen: Konsequente Arbeit bei Fußball-Einsätzen fortführen

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen spricht sich einerseits für einen weiterhin konsequenten Kurs gegen Fußball-Gewalttäter und andererseits für mehr Prävention aus. Der Landtag hatte am 10. März über eine Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP diskutiert, die sich mit dem niedersächsischen Einsatzgeschehen in den ersten drei Ligen beschäftigt.

Dabei wurde deutlich, dass es bei den Spielen des VfL Wolfsburg, von Hannover 96, Eintracht Braunschweig und dem VfL Osnabrück in der Saison 2014/15 weit weniger Arbeitsstunden, verletzte Personen und Strafverfahren als in der Spielzeit zuvor gab. Die Zahl der gewaltbereiten und -suchenden Personen in Niedersachsen blieb jedoch bei insgesamt rund 1.400 in etwa gleich.

„Für die Polizei ist es erfreulich und zugleich notwendig, dass der Trend zu immer mehr Arbeitsstunden, Verletzungen und Strafverfahren beim Fußball zuletzt gebrochen wurde. Doch angesichts der gleichbleibenden Zahl von Gewalttätern kann es vorläufig keine Entwarnung geben“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. „Fußball-Gewalttäter stellen für die Vereine, die Fans sowie nicht zuletzt für die Polizistinnen und Polizisten immer noch eine große Gefahr dar. Darum müssen Meldeauflagen, Betretungsverbote sowie die Kontrollen der An- und Abfahrtswege fortgesetzt werden, da sich diese Maßnahmen bewährt haben“, führte Schilff aus. „Beleidigungen der Polizei oder Sympathien für schwere Straftaten, wie zuletzt in Hannover auf einem Transparent zu sehen, sind ebenfalls keinesfalls tolerierbar. Hier müssen sich auch die Klubs darum kümmern, dass so etwas künftig unterbleibt und sich selber dagegen positionieren“, forderte der GdP-Landesvorsitzende. Außerdem müssten Polizei und Justiz personell besser in die Lage versetzt werden, Straftaten rasch und konsequent zu verfolgen.

Zugleich sei es jedoch notwendig, Tätern und Mitläufern attraktive Angebote zum Ausstieg aus der gewalttätigen Szene zu machen. „Unser Appell an alle Beteiligten ist, stärker in den friedlichen Fußball zu investieren“, betonte Schilff.