Zum Inhalt wechseln

GdP Niedersachsen warnt vor Einsparungen zu Lasten der Sicherheit

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen warnt vor weiteren Einsparungen beim Fahrzeug-Bestand der Landespolizei. Der Landesrechnungshof (LRH) hatte den Abbau von zehn Prozent aller Polizeiwagen vorgeschlagen. „Die Untergrenze bei den Dienstfahrzeugen der Polizei ist längst erreicht, jeder weitere Abbau gefährdet die Mobilität unserer Kolleginnen und Kollegen“, sagt der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff und kritisiert die fehlende Gesamtsicht.

„Eine rein zahlenmäßige Betrachtung der Dienstfahrten ist völlig fehl am Platz. Die theoretische Betrachtung des LRH und die schon jetzt vorhandenen Praxiserfahrungen klaffen kilometerweit auseinander. Unverzichtbar für die Sicherheit der Bevölkerung bleibt es, dass jederzeit ein Streifenwagen zur Verfügung steht und tatsächlich einsatzbereit ist, wenn es notwendig wird“, betont er.

Die GdP spricht sich allerdings auch für eine sachgerechte Bewirtschaftung der Mittel aus. „Viele Polizeiwagen sind alt und weisen extreme Kilometerstände auf, was mitunter hohe Folgekosten erzeugt. Und die ausgesessenen Autositze belasten die Gesundheit der Polizistinnen und Polizisten. In der Gesamtbetrachtung ist es darum auf Dauer günstiger, kurzfristig den Bestand an Polizeiwagen zu sichern und mittelfristig einen modernen Fuhrpark mit guter Ausstattung zu schaffen, der Polizeibeschäftigte genauso wie die Bevölkerung schützt“, merkt der GdP-Landesvorsitzende an.