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Weitere Studien-Ergebnisse vorgestellt

GdP-Niedersachsen: Keine Bagatellisierung bei Gewalt gegen Polizei

Hannover.

Der heute in einer Pressekonferenz in Hannover vorgestellte zweite Teil der Studie "Gewalt gegen Polizeibeamte" hat die GdP in ihren eigenen Feststellungen leider mehr als bestätigt. Die Polizei als Sinnbild des Staates wird immer häufiger Ziel von Angriffen und Gewalttaten. Die Justiz muss endlich auch eigene Konsequenzen ziehen.

"Die Gesellschaft, Politiker und die Justiz dürfen nicht weiter ihre Augen vor der zunehmenden Gewalt gegen Polizeieinsatzkräfte verschließen. Wir sind deswegen Innenminister Schünemann dankbar, dass er als erster Innenminister im vorherigen Jahr dieses Thema aufgegriffen hat und das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen mit einer Studie zum Thema "Gewalt gegen Polizeibeamte" beauftragt hat. Die GdP hat sich ebenfalls an dieses Studie beteiligt", so Dietmar Schilff stellvertr. Vorsitzender der GdP Niedersachsen.

Professor Pfeiffer stellt im zweiten Teil der Gewaltstudie nicht nur erschreckende Zahlen und Fakten vor, sondern macht auch deutlich, wo die Täter zu suchen sind. Die Feststellung der Herkunft der Täter ist richtig und es ist gut, dass dies durch die Studie bewiesen wird. Die GdP will aber mehr. Dazu Dietmar Schilff:,, Neben der sofortigen Betreuung nach einer Gewalttat, muss der Dienstherr den Betroffenen Polizeibeschäftigten auch unmittelbar Rechtsschutz sowohl in straf- als auch in zivilrechtlicher Hinsicht gewähren. Die Justiz muss aufhören, Gewalttaten gegen Polizeibeamte zu bagatellisieren und die Täter regelmäßig laufen zu lassen. Es kann und darf nicht als Berufsrisiko begründet werden, wenn meine Kolleginnen und Kollegen aufs Übelste beschimpft oder gar bespuckt werden." Nach Feststellung der GdP, die durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen bestätigt werden, sind die psychologischen Folgen auch und gerade von solchen Angriffen häufig schwerwiegender als körperliche Verletzungen. Polizeibeamtinnen- und Beamte haben kein Verständnis dafür, dass sie sich im Dienst beschimpfen und bespucken lassen müssen.

In 21.000 zurückgesandten Fragebögen, haben 82% der Polizeibeamten über Beschimpfungen aller Art berichtet, 50% sahen sich körperlichen Attacken ausgesetzt und über 8% wurden sogar mit Waffen angegriffen. "Diese Täter müssen zukünftig wissen, dass sie bei Angriffen gegen Polizisten hart bestraft werden. Gerichte und Staatsanwaltschaften müssen ihr Samthandschuhe ausziehen" so Dietmar Schilff.