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GdP-Niedersachsen: NPD-Demo-Begleitung ohne landespolizeiliche Luftunterstützung

Hannover.

Bei dem NPD-Einsatz in Bad Nenndorf am vorletzten Wochenende wurden statt niedersächsischer Hubschrauber Maschinen der Bundespolizei eingesetzt. Die GdP Niedersachsen befürchtet einen Ausverkauf der Niedersächsischen Hubschrauberstaffel.

Bei den Beschäftigten der niedersächsischen Polizeihubschrauberstaffel wachsen die Zweifel an der Redlichkeit des Innenministeriums. Es ist nicht nachvollziehbar, warum keine Polizeihubschrauber des Landes bei dem NPD-Einsatz in Bad Nenndorf zur Luftbeobachtung eingesetzt wurden. Stattdessen nahmen diese Aufgaben die Hubschrauber der Bundespolizei wahr. Die Befürchtungen mehren sich, dass hier eine schleichende Reduzierung der eigenen Hubschrauberstaffel auf nur noch drei Maschinen und nur noch einem Standort erfolgen soll, um das Ergebnis der Arbeitsgruppe, die sich mit der Zukunft der Hubschrauberstaffel auseinandersetzt, vorwegzunehmen.

Das Innenministerium wird erklären müssen, welche Gründe zu einem Einsatz der Bundespolizei geführt haben, denn die Luftaufklärung hätte ohne weiteres durch die niedersächsischen Hubschrauber und ihre Besatzungen erfolgen können.

Die GdP ist darüber informiert, dass auch am kommenden Wochenende bei einer Bombenräumung in Lehrte, Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt werden sollen. Bernhard Witthaut, Landesvorsitzender der GdP: „Unsere Hubschrauberstaffel leistet seit Jahren einen unverzichtbaren Anteil an der gesamten polizeilichen Arbeit. Darauf kann und darf nicht verzichtet werden, indem sie nicht mehr eingesetzt wird. Die gut und teuer ausgebildeten Einsatzkräfte der Hubschrauberstaffel Niedersachsen dürfen nicht zu überflüssigem Bodenpersonal und damit zu einem finanziellen Einsparpotential degradiert werden.“