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GdP und ver.di fordern vollständige Übernahme des Tarifergebnisses für Beamte und Versorgungsempfänger

GdP-Niedersachsen: Polizei und Feuerwehr wollen 1 : 1!

Hannover.

Rund 100 Polizisten und Feuerwehrmänner machten heute unmittelbar vor der Kabinettssitzung ihrem Zorn über die Landesregierung Luft. Niedersachsen will das Anfang März für die Tarifbeschäftigten ausgehandelte Ergebnis nicht inhaltsgleich für Beamten und Versorgungsempfänger übernehmen. GdP Landesvorsitzender Bernhard Witthaut forderte unmittelbar vor der Kabinettssitzung Minister Uwe Schünemann auf: „Wir wollen die Übernahme 1 : 1.“

Die Erklärung des niedersächsischen Finanzministers Möllring, das Verhandlungsergebnis für die Tarifbeschäftigten nicht inhaltsgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger zu übertragen, hat besonders in den Reihen der Feuerwehr und Polizei für Wut und Enttäuschung gesorgt. GdP Chef Bernhard Witthaut übergab Minister Schünemann vor der heutigen Kabinettssitzung ein Protestschreiben. Der Finanzminister und die Landesregierung wollen die Einmalzahlung für die Monate Januar und Februar in Höhe von 40,00 € nicht und den Sockelbetrag von ebenfalls 40,00 € nur zur Hälfte zahlen.

Bernhard Witthaut: „Polizei und Feuerwehr werden nach jedem größeren Einsatz für ihr Eintreten zum Schutze der Bürgerinnen und Bürger in den höchsten Tönen gelobt. Unsere Kolleginnen und Kollegen riskieren täglich ihr Leben, fast jedes Wochenende müssen sie bei Großeinsätzen den Kopf hinhalten, die Feuerwehr rettet täglich Leben, wir sind jederzeit ansprechbar und versehen unseren Dienst auch zu Zeiten, in denen andere ihre Freizeit genießen“.

Polizisten und Feuerwehrleute brauchen keine medienwirksame verbale Anerkennung, wenn nicht gleichzeitig eine leistungsgerechte und gleiche Bezahlung erfolgt.

Minister Schünemann ist jetzt aufgefordert, sich als für Beamte und Versorgungs-empfänger zuständiger Minister für seine Beschäftigten einzusetzen und sich gegen die ungerechten und unverschämten Pläne des Finanzministers zu stellen.