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GdP-Niedersachsen bei Castor-Einsatzkräften

Hannover.

Wie auch bei den vergangenen Castortransporten wird die Gewerkschaft der Polizei ab heute mit verschiedenen Betreuungsteams im Einsatzraum präsent sein. Über 15.000 Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet, davon fast 5.000 allein aus Niedersachsen, befinden sich erneut in einem Großeinsatz. Der Landesvorsitzende Bernhard Witthaut wird ab Freitag den Einsatzkräften und den Medien zur Verfügung stehen.

Dies ist der dritte Castoreinsatz in Folge, bei dem die Polizistinnen und Polizisten für die Bereitschaftszeiten in teilweise sehr schlechten Unterkünften, weit weg von der Familie und dem gewohnten Umfeld nur ein Drittel der Zeit vergütet bekommen. Gegen diese fortgesetzte Ungerechtigkeit wehrt sich die GdP mit einer Musterklage, die seit 2007 beim Verwaltungsgericht anhängig ist. Wenn diejenigen, die sich diese haarsträubende Regelung einst einfallen lassen haben, unter den gleichen Bedingungen Dienst versehen müssten wie die Polizisten beim Castoreinsatz, wäre nach Überzeugung der GdP dieser Erlass nie zustande gekommen.

Jetzt haben zu allem Überfluss noch einige Vertreter der Linken im niedersächsischen Landtag bewusst das Nichtbefolgen von Auflagen der Polizei angekündigt. Dafür hat die GdP kein Verständnis.
Dazu Bernhard Witthaut: „Polizisten sind auch nicht glücklich, wenn sie Atomtransporte schützen müssen, die aus politischen und wirtschaftlichen Gründen ins Wendland rollen. Auch die Polizeibeschäftigten, die während des Castoreinsatzes in den Heimatdienststellen die innere Sicherheit gewährleisten, müssen in dieser Zeit viele Überstunden leisten, denn mehr als ein Viertel der normalerweise im Dienst befindlichen Kollegen befinden sich im Castoreinsatz. Wenn dann auch noch Landtagsabgeordnete das Feuer gegen die Polizei schüren, ist das verantwortungslos.“