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GdP-Niedersachsen gegen Auflösung der Bereitschaftspolizei-Abteilungen

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei übt deutliche Kritik an der geplanten neuen Organisationsform der Landesbereitschaftspolizei Niedersachsen. Statt drei selbstständige Abteilungen in Hannover, Braunschweig und Oldenburg soll es nur noch eine Dienststelle in Hannover geben.

Die Gewerkschaft der Polizei wirft der Führung in der Zentralen Polizeidirektion und im Ministerium für Inneres, Sport und Integration vor, wieder einmal die Personalräte, die Beschäftigten und die Gewerkschaften nicht beteiligt zu haben. Erst nach Abschluss der Planungen wurde das fertige Ergebnis vorgestellt.

„Wir befürchten eine Verlängerung dienstlicher Abläufe, Ferne zum Einsatzgeschehen und Nachteile für die Beschäftigten. Auch die Vertretung durch Personalräte findet dann nicht mehr vor Ort, sondern nur noch in Hannover statt“, sagt der Vorsitzender der GdP, Bernhard Witthaut bei einer ersten Bewertung der vorliegenden Informationen.

In Gesprächen mit Verantwortlichen hat die GdP erfahren, dass auch die Führungskräfte der betroffenen Bepo-Abteilungen offensichtlich sehr spät über die Auflösung ihrer eigenen Dienststellen informiert wurden. Witthaut:„ Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht gelingen wird, mit einer sachlichen Debatte noch Veränderungen in der neuen Organisationsstruktur der Bereitschaftspolizei zu erreichen. Die Anbindung der Bereitschaftspolizei in der geplanten Form wird in der Organisation der ZPD zu einer Komplizierung in der Führungsstruktur führen. Wenn der Minister schon zentralisieren will, dann setzen wir uns dafür ein, dass neben der Wasserschutzpolizei, dem PATB NI, der Polizeihubschrauberstaffel auch eine vergleichbare Ansiedlung der Landesbereitschaftspolizei in die Organisation der ZPD erfolgt. Ich hoffe, der Minister ist nicht so festgelegt, dass er noch für Veränderungs- bzw. Verbesserungsvorschläge offen ist.“