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Gewerkschaft der Polizei nach Bundesvorstandssitzung in Dresden

GdP: Polizei wird im Kampf gegen den Terrorismus allein gelassen

Dresden/Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wirft den Politikern in Bund und Ländern vor, die Polizei in Deutschland im Kampf gegen den internationalen Terrorismus allein zu lassen. Bei einer dreitägigen Bundesvorstandssitzung in Dresden hatten 40 führende Funktionsträger der größten Berufsvertretung der Polizei aus allen Bundesländern, der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes die Mängel und Missstände in der Polizei nach den Terroranschlägen der vergangenen Monate analysiert. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow sagte am Donnerstag zum Abschluss: „Terroristen sind kreuz und quer in Europa unterwegs, um gezielt Menschen zu töten. Was in Paris, Kopenhagen und beinahe auch in Bremen passiert ist, kann uns jede Stunde bevorstehen.“

Malchow weiter:
  • „Wir müssen offen von einer konkreten Bedrohung sprechen.
  • Wir müssen offen sagen, dass wir nicht genügend Personal haben, Hunderte von potenziellen Terroristen zu überwachen und in Schach zu halten.
  • Wir müssen offen sagen, dass wir gegen die schweren Waffen, mit denen Terroristen ausgerüstet sind, nicht ausreichend geschützt sind.
  • Wir müssen offen sagen, dass nicht einmal jeder Polizist über eine eigene Schutzweste verfügt.
  • Wir müssen offen sagen, dass wir kaum noch in der Lage sind, die Alltagskriminalität wie die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche, zu bewältigen.
  • Wir müssen offen sagen: Das ist das Ergebnis einer verfehlten Politik im Bund und in den Ländern.“
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Foto: Uwe Schlick - pixelio.de