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Kriminalstatistik

GdP Rheinland-Pfalz fordert deutlichen Personalzuwachs bei der Landespolizei

Mainz.

GdP-Vize Bernd Becker: „Wenn unser Innenminister betont, dass die immer noch recht guten 'Kennwerte' der Kriminalitätsentwicklung nicht über die Herausforderungen der kommenden Jahre hinwegtäuschen dürfen, begrüßen wir diese Offenheit“.

Viel zu dünne Personaldecke

Mit dem internationalen Terrorismus, der Flüchtlingszuwanderung und den bandenmäßig begangenen Wohnungseinbrüchen nennt er auch drei wichtige „Baustellen“. In Punkto Arbeitsbelastung dürfe die Internetkriminalität nicht unerwähnt bleiben, erklärt KriPo-Vertreter Becker. „Tausende von Betrugssachen mit dem Internet als Plattform oder Werkzeug verursachten hohe Schäden, tauchen aber in der Kriminalstatistik nicht auf, weil ein Tatort in Deutschland nicht nachweisbar ist“. Der Bereich „Cybercrime“ bindet bei den Polizei- und Kriminalinspektionen sowie beim LKA erhebliche Personalressourcen, teilt die GdP mit.

Für richtig halten die Polizeigewerkschafter auch die Einschätzung, dass die Einrichtung der Ermittlungsgruppen zum Thema internationale Bandenkriminalität erste Erfolge zeigen werden, die dann auch statistisch zu Buche schlagen. Aber jede Schwerpunktsetzung in der Kriminalpolizei reiße in der viel zu dünnen Personaldecke an anderer Stelle bei Kriminal- und Schutzpolizei neue Löcher.

GdP-Landeschef Ernst Scharbach fordert, aus all den statistisch festgestellten Phänomenen und der Lageeinschätzung auf Basis der Erkenntnisse des Jahres 2015 die richtigen Schlüsse zu ziehen. Scharbach: „Die rheinland-pfälzische Polizei braucht tausend Leute mehr. 10.000 in Vollzeit besetzte Stellen sind genau richtig für Rheinland-Pfalz in den vor uns liegenden Zeiten“.