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Polizeikräfte mit zusätzlichen Aufgaben belastet - GdP Saarland warnt vor den Folgen

Saarbrücken.

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage in der Landesaufnahmestelle Lebach wurden neben den bereits in der Landesaufnahmestelle in Lebach eingesetzten Polizeibeamten weitere Polizeikräfte aus der Fläche zur Unterstützung abgezogen. Die GdP hat selbstverständlich großes Verständnis für die durch den ungebrochenen Zustrom angespannte Situation in der Landesaufnahmestelle. Seit Monaten nehmen die Probleme durch den steigenden Migrationsdruck auch in unserer Region zu. Die Gewährleistung der Sicherheit vor Ort ist originäre und wichtige Aufgabe der Polizei, damit die humanitäre Katastrophe nicht auch noch zu einer Sicherheitskatastrophe wird. Der GdP-Landesvorsitzende Ralf Porzel warnt jedoch: "Die zusätzliche Aufgabenwahrnehmung in der Landeswohnsiedlung darf nicht dazu führen, dass die Wahrnehmung von Sicherheitsaufgaben an anderer Stelle leidet."

Insbesondere, wenn die Polizeibeamten dort zur Wahrnehmung polizeifremder Verwaltungstätigkeiten, wie zum Beispiel Erfassung und Registratur, eingesetzt sind und deshalb ihren Aufgaben im Bereich der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung an anderer Stelle nicht mehr nachkommen können, wird es zu einem Problem.

Der GdP-Landesvorsitzende weiter: "Die zusätzliche Herausforderungen und Belastungen der personell auf dem Zahnfleisch gehenden saarländischen Polizei führen zwangsläufig zu zusätzlichen Defiziten in der eigentlichen Aufgabenwahrnehmung wie aktuell im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit. Der personalpolitische Irrweg in der Polizei muss beendet werden.“

"Die Einstellungsgröße von nur 80 Anwärtern in diesem Jahr spricht für sich!", warnt Ralf Porzel.