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GdP Saarland zu PKS: Gute Arbeit – Kein Anlass zum Jubeln

Saarbrücken.

Das sind die beiden Seiten der nun veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2011 im Saarland. Erfreulich ist der nach wie vor hohe Stand der Aufklärungsquote. Das belegt sehr deutlich die professionell hochkarätige Arbeit der saarländischen Polizei. Das gilt insbesondere für die in der Kriminalitätsbekämpfung spezialistisch tätigen Kolleginnen und Kollegen. Ihnen gebührt für ihre wertvolle Arbeit Dank und Anerkennung.

In diesem Zusammenhang darf nämlich nicht außer Acht gelassen werden, dass die saarländische Polizei bei schlechter Altersstruktur – die Hälfte ist 50 Jahre und älter- immer weniger Personal zur Verfügung hat.

Chancen bietet hier allerdings die gerade erst gestartete neue Organisation der Polizei im Saarland. Die Kriminalitätsbekämpfung wurde neu strukturiert.

Doppelzuständigkeiten und Schnittstellen wurden durch Zusammenlegung von KPI und LKA in der Direktion 2 des Landespolizeipräsidiums beseitigt.

Dazu der GdP-Landesvorsitzende, Reinhold Schmitt: „Diese Optimierung hat aber nur dann Chancen, wenn der weiter fortschreitende Personalabbau von 300 Stellen einhergeht mit der jährlichen Neueinstellung von mindestens 100 jungen Polizeianwärterinnen und Polizeianwärtern.

Genau das ist vereinbart mit CDU und SPD. Die GdP erwartet hier, dass die Vereinbarungen sich auch im Koalitionspapier wiederfinden und eingehalten werden: „Pacta sunt servanda!“ Die Kehrseite der PKS ist das in der Langzeitbetrachtung (trotz Rückganges um 3,6% gegenüber dem Vorjahr) doch sehr hohe Niveau der Kriminalitätsbelastung im Saarland. Bevölkerungsrückgang, Anzeigeverhalten der Bürgerinnen und Bürger, Dunkelfelder und Holkriminalität sind dabei Faktoren, die gerne verschwiegen werden, obwohl auch und gerade darin die Ursachen für prozentuale Rückgänge liegen können.

Aber auch die Zuwächse in verschiedenen Deliktsfeldern sollten Grund zur Besorgnis sein. Die GdP sieht hier vor allem die politisch motivierten Straftaten und die Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten