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Vorfälle zeugen von abgrundtiefen Hass auf Polizeibeamte

GdP Sachsen-Anhalt verurteilt heimtückische Anschläge auf Schärfste

Magdeburg.

Ein neuerlicher Vorfall in Berlin macht deutlich, dass die mit einer Kennzeichnung verbundenen Ängste von Polizeibeamten berechtigt sind. Am 12. April wollte ein Bundespolizist gegen 17.50 Uhr mit seinem Privat-Wagen von seiner Dienststelle am Zoologischen Garten nach Hause fahren. Weil sein Auto kurze Zeit später jedoch anfing zu schlingern, stoppte er den Wagen, ließ ihn überprüfen. Unfassbar: Unbekannte hatten die Radmuttern gelockert! Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass „alle Halteschrauben des vorderen linken Reifens gelockert worden waren. Ein technischer Defekt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auszuschließen.“

Laut der Berliner Zeitung kein Einzelfall. Ein Beamter sagte der Zeitung: „Wir gehen von bundesweit 30 Fällen allein 2011 aus.“ Am selben Tag gingen wohl bei drei Dienststellen der Bundespolizei Anrufe einer männlichen Person ein, in denen sinngemäß die Überprüfung der Radmuttern empfohlen wurde, da „es sich ansonsten schlecht fahren würde“. Ein Begründungszusammenhang wurden in den Anrufen nicht genannt.“

Experten vermuten Extremisten hinter den feigen Anschlägen.

Für die Gewerkschaft der Polizei zeigen die Taten einmal mehr, wie gefährlich die Kennzeichnung von Polizisten sein kann. Diese Vorfälle machen sehr deutlich, dass die mit einer Kennzeichnung verbundenen Ängste von Polizeibeamten berechtigt sind. Nicht nur sie werden dadurch zusätzlich gefährdet, auch ihre Familien“, sagt Detlef Herrmann, stellvertretender GdP-Vorsitzender Berlin.

Die GdP Sachsen-Anhalt fordert die Landtagsfraktionen der SPD, Die LINKE und der Bündnis90/Die Grünen eindringlich auf, die neuerlichen Vorfälle nicht zu ignorieren und ihre Forderungen nach einer Kennzeichnung auch geschlossener Einheiten endlich zurückzunehmen. Weiterhin fordern wir die Rücknahme des Erlasses zur Kennzeichnungspflicht durch den Innenminister.