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Kriminalitätsstatistik 2014

GdP Sachsen: Erschreckende negative Tendenz setzt sich fort

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man im Vorfeld in einer gelassenen Erwartungshaltung darüber sinnieren, wie wohl das Sächsische Innenministerium die alljährliche Kriminalitätsstatistik heuer „verkauft“. Heute war es wieder soweit.

Irgendetwas muss es doch auch 2014 geben, so dass auch positive Nachrichten durch den Äther gejagt werden können und die „Bemühungen" der Sächsischen Staatsregierung nicht als gescheitert erklärt werden müssen. Und sei es auch nur ein Rückgang bei den gestohlenen roten Kinder-Holzdreirädern.

„Die Zahlen sind zu ernst, um auch noch positive Aspekte in den Vordergrund stellen zu wollen. Ehrlichkeit und eine klare Aussage zu den Konsequenzen müssen her!“ sagt der GdP-Landesvorsitzende Hagen Husgen.

Es ist erschreckend aber nicht überraschend, wie im Freistaat Sachsen Jahr für Jahr die Anzahl der Straftaten steigt. Im Jahre 2009 waren es noch 279.467 Straftaten, im Jahre 2014 bereits 327.196. Noch vor Jahren erhob der Innenminister Sachsen zu einem der sichersten Bundesländer Deutschlands. Doch dies hat er sich diesmal verständlicherweise verkniffen.
Kein Wunder, denn bezüglich der Häufigkeitszahl sank der Freistaat in einem nicht veröffentlichten Landesranking von Platz vier (2009) auf Platz 10 (2013). 2014 stieg die Häufigkeitszahl gegenüber 2013 nun noch weiter von 7.716 auf 8.076.

„Es ist nicht Aufgabe des Innenministers, die ansteigende Kriminalität schön zu reden bzw. Ausflüchte darin zu suchen, dass beispielsweise der Anstieg der Eigentumskriminalität nur auf indirekte Beschaffungskriminalität wegen steigender Rauschgiftdelikte zurückzuführen sei.“ so Husgen weiter.

Angesichts dieser erschreckenden Zahlen und vor allem der seit Jahren anhaltenden Negativtendenz fordert die GdP Sachsen wiederholt, dass der Stellenabbau bei der sächsischen Polizei sofort gestoppt wird. Es darf nicht sein, dass in den Jahren 2015 und 2016 weitere 270 Stellen dem Rotstift zum Opfer fallen und die Sicherheit der sächsischen Bürgerinnen und Bürger weiter darunter leidet.

Hagen Husgen: „Wir sprechen schon lange nicht mehr nur von einer gefühlten Unsicherheit in Sachsen, wie immer wieder behauptet wird. Die Unsicherheit ist objektiv da!“