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GdP Sachsen: Sachsens Polizei wieder in den Schlagzeilen - Aber die Ursachen werden tot geschwiegen

Kesselsdorf.

Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen verurteilt die gewaltsamen Ausschreitungen in Heidenau auf das Schärfste. Die Polizei muss wieder einmal als Puffer herhalten. Die Medien zerreißen sich förmlich - Politiker beeilen sich, sich so schnell wie möglich zu profilieren. Wieder einmal wird davon geschrieben, dass unter Umständen die Gewalt von der Polizei ausging. Der Innenexperte Lippmann (Bündnis 90/Die Grünen) kritisiert die Einsatzstrategie der Polizei. Immer wieder die mehr als überholte antiquierte Leier. Kein Wort zu den wahren Ursachen. Davon, dass die Polizei personell völlig überfordert ist und Sachsen seit Jahren eine wahnsinnige Sparpolitik auf Kosten der sächsischen Polizei und damit der Sicherheit im Lande fährt.

Auch unsere verletzten Kolleginnen und Kollegen sind nur einen Satz wert. Immerhin spricht der Innenminister davon, dass die Gewalt gegen die Polizei nicht mehr toleriert werde. Doch dies darf nicht erst mit dem Reagieren auf Verletzte anfangen, sondern hätte im Vorfeld durch das Vorhalten einer ausreichenden und bestens ausgerüsteten Polizei schon lange geschehen müssen. Und es darf nicht bei leeren Worten bleiben.

Fußball, Demonstrationslage, Flüchtlingsproblematik - prognostiziert auf die nächsten Jahre! Dazu der "normale" Polizeialltag! Jetzt können sich die wahren Experten beweisen, indem ein tatsächlicher Bedarf an Polizisten ohne fiskalischen Hintergrund bei der Evaluierung der sächsischen Polizei ermittelt wird. Anhand von traurigen Fakten, die wir alles andere als für gewerkschaftspolitische Zwecke ausnutzen wollen. Doch der Alltag beweist täglich, dass ein Umdenken bei allen Verantwortlichen unumgänglich ist. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.

Wir wünschen unseren verletzten Kolleginnen und Kollegen eine alsbaldige Genesung und versichern ihnen unsere volle Unterstützung.