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GdP Sachsen begrüßt angekündigte Stellenerhöhung - offene Fragen bleiben

Kesselsdorf.

Nach dem Abschlussbericht der Fachkommission zur Evaluierung der Polizei des Freistaates Sachsen soll die Anzahl der Stellen in der sächsischen Polizei in den nächsten Jahren um 998 auf 14.040 angehoben werden. Die Erhöhung der Stellenanzahl wird durch die GdP Sachsen grundsätzlich begrüßt. Die Zahl 998 stellen wir als Gewerkschaft der Polizei in Frage und werden dies auch während der Anhörung am 12. Mai 2016 ab 10 Uhr im Sächsischen Landtag argumentieren.

Dass der Freistaat Sachsen in den letzten Jahren einen völlig falschen Weg gegangen ist, zeigen alle konkreten Zahlen und harten Fakten, die sich allein bezüglich der Kriminalität nicht wegdiskutieren lassen. Es sei dahin gestellt, ob es sich dabei um die Tendenz der Anzahl der in Sachsen registrierten Straftaten oder um das Abrutschen im Ländervergleich der Häufigkeitszahlen handelt. Das Ergebnis steht wie ein Fels in der Brandung und die Belastung der Kolleginnen und Kollegen und die sich daraus ergebenden ansteigenden Krankheitstage sind das Ergebnis. Auf jeden Fall sind diese Zahlen und deren Entwicklung in den letzten Jahren ein Indiz dafür, dass das Projekt „Polizei.Sachsen.2020“ hinsichtlich des geplanten Stellenabbaus gescheitert ist.

Nunmehr kann man es fast als löblich bezeichnen, dass dies erkannt worden ist und der Personalbestand in der sächsischen Polizei nach Jahren des Kürzens wieder aufgestockt werden soll.

Doch die Gretchenfrage ist und bleibt, ob die im Ergebnis der Fachkommission festgelegte Zahl von 998 Stellen PLUS gegenüber den Haushaltsstellen 2015 auch ausreichend ist oder nicht doch wieder eine Chance vertan wurde.