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Erschreckende Entwicklung

GdP Schleswig-Holstein: Polizeiliche Verkehrssicherheitsarbeit muss gestärkt werden

Kiel.

„Mich macht die steigende Zahl der Verkehrstoten betroffen. Auch der starke Anstieg bei den verletzten Kindern ist erschreckend.“ Mit diesen Worten reagierte der Stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Torsten Jäger auf die Verkehrsunfallstatistik 2014. „Hinter jedem Unfallopfer steckt großes menschliches Leid.“ Jäger forderte eine Abkehr von den Personalreduzierungen bei der Polizei, die auch in die Verkehrssicherheitsarbeit eingreifen. „Auf solche erschreckenden Erkenntnisse mit Personalreduzierungen reagieren zu wollen, ist fahrlässig und falsch.“

Wer solche Absichten aber bewusst verklärt darstellt, von Bündelung, Konzentration und Umsteuerung in der Verkehrsüberwachung spricht, verliert nicht nur Vertrauen bei den verantwortlichen Polizisten, die solche schmerzhaften politischen Entscheidungen in dem Wissen um die Folgen umsetzen müssen, und denjenigen, die in der Verkehrsüberwachung heute hochmotiviert arbeiten, sondern streut auch den Bürgerinnen und Bürgern in Schleswig-Holstein bewusst Sand in die Augen.

Verkehrskontrollen sind ein wichtiger Bestandteil polizeilicher Präventionsarbeit. Dazu gehören verkehrserzieherische Maßnahmen, aber auch Kontrollen zu Geschwindigkeit, Rotlicht und Aggressionsverhalten im Straßenverkehr. Der GdP-Vize wies darauf hin, dass hier Kontinuität das Schlüsselwort sei. Statt abzubauen ist die Verkehrssicherheitsarbeit angesichts dieser Zahlen personell und materiell zu stärken.