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Kurzfristige Absage des Länderspiels in Hannover zeigt umsichtiges Handeln der Polizei

Berlin/Hannover.

Die Absage des Fußball-Länderspiels Deutschland gegen die Niederlande in buchstäblicher letzter Minute vor dem Anpfiff hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Dienstagabend als richtige Entscheidung begrüßt. „Nach den Terroranschlägen von Paris wäre es verantwortungslos, ein Risiko einzugehen, wenn die Sicherheitslage unklar ist. Die Einsatzleitung der Polizei in Hannover wird die Gefährdung richtig beurteilt und nicht leichtfertig gehandelt haben“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek in Berlin.

Die Spielabsage, so der GdP-Vize, werde bei zahllosen Fußballfans für Enttäuschung gesorgt haben. Bei der Abwägung zwischen Spiel und Spaß einerseits und Gesundheit und Leben andererseits könne es jedoch keine andere Antwort geben.



Die Frage der "akte"-Redaktion "Wie sicher sind wir in Deutschland" beantwortete GdP-Vize Jörg Radek in der Sendung von Dienstagabend. Zuvor hatte er beim Nachrichtensender N24 die Bilder der Geschehnisse rund um das Hannoveraner Stadion live aus dem Studio in Berlin kommentiert. Zum Start des Beitrages bitte auf das Foto kicken. Foto: Screenshot www.sat1.de


Dietmar Schilff, ebenso stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender und Chef der GdP Niedersachsen, betonte, dass Vorsicht in Zeiten wie diesen angebrachter sei, als ein unkalkulierbares Risiko einzugehen. Schilff hatte die Sicherheitslage rund um den Fußballklassiker seit den Mittagsstunden vor Ort in Hannover intensiv beobachtet.

„Ich war selber im Stadion, bevor die Stadiontore geöffnet wurden und bin geschockt, dass uns der Terror diese Ausnahmesituation aufdrückt“, sagte er Die eingesetzten Polizeikräfte hätten eine hervorragende Arbeit geleistet und die Besucher sehr gut reagiert und besonnen den Bereich verlassen. Nunmehr müsse die Politik gemeinsam und ohne politische Ränkespiele die Gesamtsituation aufbereiten. Die Sicherheit in Europa, in Deutschland und in Niedersachsen sei zu wichtig, als dass man dies parteipolitisch ausschlachte.
Foto: © Tim Reckmann - pixelio.de