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GdP sieht beim Niedersachsen-Derby letzte Chance für bisher Unbelehrbare

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen fordert alle Besucher der Bundesliga-Begegnung Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 am 6. April zu vollständiger Friedfertigkeit auf. „Das ist die letzte Chance für bisher Unbelehrbare: Wenn es beim Niedersachsen-Derby wieder Randale gibt, drohen möglicherweise weitreichende Konsequenzen. Darum müssen sich sämtliche Fußballfans auf dem Weg ins Stadion, beim Spiel selbst und ebenso danach absolut friedlich verhalten. Das gilt für Ticket-Besitzer genauso wie für diejenigen, die das Spiel nicht im Stadion verfolgen können. Außerdem erwarten wir, dass sich alle deutlich von potenziellen Gewalttätern distanzieren“, sagt der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

„Egal, welchem Klub man die Daumen drückt: Wenn Einzelne oder Gruppen die Grenzen der sportlichen Rivalität verbal, auf Transparenten oder durch Taten überschreiten, sollten die echten Fans dies im Stadion mit Buhrufen oder Pfeifen quittieren. Wir sind froh, dass unser Vorschlag zu solchen Unmuts-Bekundungen inzwischen weite Verbreitung findet“, führt Schilff aus, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP ist. Glücklicherweise seien die friedfertigen Besucherinnen und Besucher des Fußballfestes den Randalierern zahlenmäßig weit überlegen. „Von den Mannschaften erwarten wir ebenfalls eindeutige Signale“, fordert er. So sei nicht zu verstehen, warum die Spieler immer wieder mit denen feierten, die den Vereinen und dem Fußball insgesamt schadeten und ein schlechtes Beispiel in Sachen Fairness seien. „Vielmehr müssen sich die Spieler von diesen Anti-Fans distanzieren“, so der GdP-Landesvorsitzende weiter.

Sorgen mache der GdP der notwendig gewordene Personaleinsatz des Niedersachsen-Derbys, da die Einsatzbelastung der Polizei ohnehin zu hoch sei und immer mehr Menschen in Uniform von Gewalttätern verletzt würden, unter anderem durch Pyro-Technik.

„Auch im Interesse der eingesetzten Polizeikräfte geht es hier um friedlichen Sport für fröhliche Fans. Unter drohenden Konsequenzen, wie Teilsperrungen im Zuschauerbereich oder durch sogenannte Geisterspiele, würden vor allem diejenigen leiden, die den Fußball wirklich lieben“, gibt Schilff zu bedenken: „Beim jüngsten Ruhrpott-Derby zwischen Dortmund und Schalke haben sich unter anderem zwei Dinge gezeigt: Erstens gab es eine hervorragende Polizeiarbeit, wie uns die GdP-Kollegen aus NRW berichteten. Zweitens haben bestimmte Fangruppen offenbar verstanden, dass ihren Vereinen erhebliche Folgen gedroht hätten, wenn es wieder zu Ausschreitungen gekommen wäre“, erläutert der Gewerkschafter.