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GdP unterstützt SPD-Papier zu Organisierter Kriminalität

Malchow: Wirksamere OK-Bekämpfung erfordert mehr Personal bei BKA

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt einen Vorstoß der SPD-Bundestagsfraktion zu einer deutlich verbesserten Bekämpfung der organisierten Kriminalität in Deutschland. Nach Auffassung des GdP-Bundesvorsitzenden Oliver Malchow ist es höchste Zeit, der zunehmenden Bedrohungslage beispielsweise durch international vernetzte Einbrecherbanden eine koordinierte Bekämpfungsstrategie entgegenzustellen. Malchow: "Erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung insbesondere im Bereich der organisierten Kriminalität (OK) setzt abgestimmte Maßnahmen voraus. Daher sollte das Bundeskriminalamt (BKA) als Zentralstelle fungieren. Diese Aufgabe erfordert jedoch erhebliche Investitionen und ist ohne mehr Personal nicht zu stemmen." Hausintern werde von einem Mehrbedarf von etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesprochen.

Schon jetzt habe das BKA, so Malchow weiter, mit den Deliktfeldern Islamistischer Terrorismus und Cyber-Kriminalität alle Hände voll zu tun. Fakt sei, dass eine Entlastung der heutigen BKA-Ermittler durch Neueinstellungen frühestens in drei bis vier Jahren zu spüren sein werde.

Als Sofortmaßnahme schlug der GdP-Bundesvorsitzende eine effektivere Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaften mit der Polizei zur Vermögensabschöpfung bei OK-Tätern vor. Den Kriminellen müsse das finanzielle Fundament entzogen werden, betonte Malchow am Dienstag mit Blick auf das vorgestellte Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion.

Foto: Thorben Wengert - pixelio.de