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GdP zu allgemeiner Reduzierung von Gästekarten beim Fußball:

Plickert: Kartenkontingentierung ist Bankrotterklärung der Sicherheitspolitik

Düsseldorf/Berlin.

Eine allgemeine Kontingentierung von Gästekarten bei Fußballspielen in den Profiligen lehnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ab. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Arnold Plickert sagte: „Es kann nicht sein, dass Fußballanhänger pauschal für die Personaleinsparungen bei der Polizei bestraft werden. So kann man den wenigen Gewalttätern bei Fußballspielen nicht Herr werden.“

Nach GdP-Informationen will die am heutigen Mittwoch beginnende Innenministerkonferenz eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger einsetzen, die über eine zusätzliche Begrenzung der Gästekarten-Kontingente in der Bundesliga beraten soll. Ziel sei es, den Kartenverkauf auch bei solchen Spielen einzuschränken, die erfahrungsgemäß friedlich verlaufen, wenn nicht genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, um die Partie zu schützen.

„Das wäre eine Bankrotterklärung der Sicherheitspolitik“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Plickert, der auch Vorsitzender des GdP-Landesbezirks Nordrhein-Westfalen ist, in Düsseldorf. Dieses Vorhaben beweise, wie berechtigt die GdP-Forderungen nach mehr Personal bei der Polizei seien. „Um die Gewalt rund um den Fußball nachhaltig bekämpfen zu können, muss die Polizei intensiver die Gewaltszene aufklären. Wir wollen die Täter gerichtsfest überführen, statt friedliche Fans vom Fußball auszuschließen.“ Meldeauflagen und Betretungsverbote schützten zudem die ganz überwiegend friedlichen Fans und bestraften diejenigen, die Fußballspiele nur für Randale missbrauchen wollen.

Foto: Manfred Vollmer/GdP NRW