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GdP Hamburg fordert zweigeteilte Laufbahn für Wasserschutzpolizei!

Hamburg.

Nur verbesserte Karriereaussichten könnten dafür sorgen, dass qualifizierte Bewerber aus der Seefahrt für die komplexen Aufgaben der Wasserschutzpolizei zu gewinnen seien, so die Fachgruppe Wasserschutzpolizei der GdP-Hamburg.

Nachwuchsgewinnung massiv gefährdet!
Bis 2011 gehen über 10 % (56 Kolleginnen und Kollegen) der heutigen 550 Hamburger Wasserschutzpolizeibeamten in den wohl verdienten Ruhestand.
Es ist daher dringend erforderlich, geeignete und nachhaltig wirkende Maßnahmen zu treffen, um die Lücke im Personalbestand zu schließen!

Die Seeschiffahrt boomt. Seit einigen Jahren wird die Nachwuchsgewinnung für die Wasserschutzpolizei immer schwieriger, da die Bewerber aus der Seefahrt (mit nautischem und technischen Patent) nicht mehr zur Verfügung stehen oder sich lieber für die „freie Wirtschaft“ interessieren. Aufstiegschancen und verbesserte finanzielle Anreize sind mit der Hamburger Polizei nicht annähernd vergleichbar.

Zwischenzeitlich haben sich die Karriereaussichten und Verdienstmöglichkeiten bei der Wasserschutzpolizei Hamburgs für Patentinhaber aus der Seefahrt massiv verschlechtert.Diese Auswirkungen des Laufbahnverlaufsmodells für die Polizei führen dazu, dass potentielle Bewerber für die Wasserschutzpolizei eher in andere Landberufe wechseln (wie z.B. HPA, Stauerrein, Hafenschifffahrtsfirmen oder auch Polizeien anderer Bundesländer)

Zur Situation in Hamburg
Dass mit dem neuen Laufbahnverlaufsmodell in der Hamburger Polizei die ohnehin schlechten Verweilzeiten zwischen den Beförderungen auf Jahre festgeschrieben wurden und insbesondere die BeamtInnen der Wasserschutzpolizei hierbei den Kürzeren ziehen, ist nicht zukunftsweisend. Dies wurde frühzeitig durch die GdP Hamburg aufgezeigt. Erschwerend kommt hinzu, dass Studenten an der Hochschule der Polizei die ersten acht Monate ihres Studiums für den Polizeiberuf kein Gehalt erhalten.

Richtungsweisende Entscheidungen sind notwendig!
Eine konsequente Lösung ist angezeigt: Die zweigeteilte Laufbahn für die Wasserschutzpolizei muss eingeführt werden.
Ein Einstieg in die Wasserschutzpolizei muss zukünftig beginnend ab der Besoldungsgruppe A 9 und für Patentinhaber ab der Besoldungsgruppe A 10 möglich sein. Darüber hinaus sind nachfolgende Verweilzeiten durch erweiterte Auschreibungen von Stellen ab A 11 zu verkürzen.