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Castor-Transport:

GdP Niedersachsen fordert friedliche Castor-Proteste

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verurteilt die Ankündigungen von Schotteraktionen und Aktivitäten von „autonomen Gruppen“ gegen polizeiliche Logistik und Versorgung beim möglichen Castortransport im November.

„Bei allem Verständnis für den Protest: Sollte der Castor rollen, dann sind nur friedliche Aktionen zu akzeptieren“, sagte GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff. Die GdP hatte zuletzt aufgrund der unklaren Endlagerfrage sowie der derzeitigen Diskussion über erhöhte Strahlenbelastungen mehrfach die Absage des offenbar geplanten Transportes nach Gorleben gefordert.

Auf einer Pressekonferenz verschiedener Initiativen der Anti-Atom-Bewegung am heutigen Tag in Hannover präsentierten unter anderem die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und das Netzwerk „X-tausendmal quer“ ihre Pläne für verschiedene Aktionen rund um die Proteste im Wendland. Durch diese beiden Gruppierungen wurde eindeutig Friedfertigkeit signalisiert.

Zwei andere Bündnisse kündigten darüber hinaus jedoch an, Schotter in größeren Mengen aus dem Gleisbett des Schienenweges nach Gorleben entfernen sowie Logistik und Infrastruktur der Polizei während des Einsatzes sabotieren zu wollen. „Straftaten wie das sogenannte Schottern der Gleise sind strikt abzulehnen“, betont Dietmar Schilff. „Große Sorgen machen zudem autonome Gruppen, die angekündigt haben, die Infrastruktur und Logistik der Polizei zu beeinträchtigen. Wir fordern alle beteiligten Protestgruppen auf, sich eindeutig von Straftaten und Straftätern zu distanzieren“, sagt der GdP-Landesvorsitzende.