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GdP fordert besseren Schutz für Polizeibeamte im Dienst

Berlin.

Die seit Jahren zu beobachtende Zunahme der Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte darf nach den Worten des Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, nicht weiter hingenommen werden.

Freiberg: „Wir fordern die Innenministerkonferenz auf, die kriminologische Forschung über Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte wieder aufzunehmen. Die letzte Studie datiert aus dem Jahr 2000. Sie muss fortgeschrieben werden. Die Innenpolitiker sollten sich nicht dem Verdacht ausliefern, ihnen sei dieses Thema unangenehm.“

Gleichzeitig erneuerte der GdP-Vorsitzende die Forderung seiner Organisation nach höheren Strafen für Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte. Freiberg: „Unvermittelte Angriffe auf Gesundheit und Leben meiner Kolleginnen und Kollegen sind polizeilicher Alltag. Sie setzen sich stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger diesen Gefahren aus. Deshalb muss allen potenziellen Straftätern klargemacht werden: Bei einem Angriff auf einen Polizeibeamten kommt keiner mit Sozialstunden oder Bewährung davon.“

Von den Innenministern verlangt die Gewerkschaft der Polizei eine stärkere Rückendeckung für Polizeibeamtinnen und –beamte. Freiberg: „Ein umfassender Rechtsschutz muss eine Selbstverständlichkeit sein. Auch wenn Kolleginnen und Kollegen im Internet mit Bildern und Wohnadressen an den Pranger gestellt und verunglimpft werden, müssen automatisch die Behörden alle rechtlichen Schritte einleiten, damit solche Inhalte entfernt werden.“