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24. Bundeskongress der Gewerkschaft der Polizei (GdP):

GdP fordert mehr Begleitpersonal in öffentlichen Verkehrsmitteln

Berlin.

Für den Einsatz von deutlich mehr Begleitpersonal in öffentlichen Verkehrsmitteln votierten heute die 254 Delegierten des 24. Ordentlichen Bundeskongresses der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin. Allein die Anwesenheit von uniformiertem Fahrpersonal könne nach Auffassung der Gewerkschafter die Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln spürbar erhöhen.

Bernhard Witthaut, GdP-Bundesvorsitzender: „Die oftmalige Abwesenheit von Begleitpersonal, vor allem in S- und U-Bahnen, provoziert bei zahlreichen Fahrgästen ein ungutes Gefühl. Nicht jeder traut sich einen Mitreisenden anzusprechen, wenn er sich durch dessen Döner- oder Burger-Konsum belästigt oder die Lautstärke seiner Kopfhörer und Handy-Telefonate gestört fühlt. Laut und aggressiv auftretende Personen können Mitreisende zudem stark einschüchtern und verängstigen. Ein installierter Hilfeknopf hilft da den meisten nur wenig. Ein geschulter Schaffner dagegen fungiert als Ansprechpartner und kann sich entwickelnde Konfliktsituationen schon im Entstehen erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen.“

Mehr Begleitpersonal senke zudem teure Vandalismus-Schäden, deren Reparaturkosten von den Verkehrsunternehmen an ihre Fahrgäste über höhere Ticketpreise weitergegeben würden.

Nicht zuletzt, so die Delegierten erwarteten sie über den stärkeren Einsatz von Schaffnern einen positiven Effekt für den Arbeitsmarkt.

Der 24. Ordentliche Bundeskongress der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin dauert noch bis zum 24. November 2010 an.