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GdP-Chef im Gespräch mit der "RadioWelt am Morgen" vom Bayerischen Rundfunk - Bayern 2

Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Personal für Terrorabwehr

Malchow sieht auch Vorratsdatenspeicherung als geeignetes Mittel

München/Berlin.

Die Polizei in Deutschland hat zur Zeit aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nicht genügend Personal, um den Anforderungen erst recht nach den Anschlägen von Paris gerecht zu werden. "Wir haben 16.000 Stellen in den 15 Jahren bei den Polizeien des Bundes und der Länder abgebaut und das, obwohl wir diese Terrorgefahr schon viele, viele Jahre haben. Aktuell wird es weiter Personalabbau in den Ländern geben, das muss dringend korrigiert werden", sagte GdP-Chef Oliver Malchow am Mittwoch laut einer Agenturmeldung des Bayerischen Rundfunks.

Der Gewerkschaftsvorsitzende wies auf die personalintensive Arbeit bei der Terrorfahndung hin. "Da haben sie ja nicht nur einen Aktenberg vor sich, sondern sie müssen an den Leuten dranbleiben. Also gerade das Beispiel der Täter in Frankreich zeigt, was eigentlich alles zu unternehmen ist, um zu verhindern, dass es zu solchen Anschlägen kommt und das Personal haben wir in dem Umfang für solche Maßnahmen überhaupt nicht."

Zudem setzte die Gewerkschaft sich dafür ein, die Vorratsdatenspeicherung Grundrechts konform wieder einzuführen. "Wir wissen, jede Maßnahme, die jetzt gesetzlich verändert würde, und dazu gehört auch die Vorratsdatenspeicherung, kann keinen 100prozentigen Schutz geben. Aber es gehört dazu, Straftaten auch aufzuklären und weitere Straftaten möglicherweise dann auch zu verhindern. Und dafür wäre die Vorratsdatenspeicherung ein geeignetes Mittel."

Link: Das Interview als Audiodatei

Quelle: Bayerischer Rundfunk


Dienstag, 13. Januar 2015: GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow bei der Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von Paris am Brandenburger Tor in Berlin. Foto: Rüdiger Holecek