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Horror-Clowns: GdP-Chef im Interview mit den „Ruhr Nachrichten“

Malchow: Alles andere als Schabernack

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow - Foto: GdP/Hagen Immel
GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow - Foto: GdP/Hagen Immel
Berlin.

Im Interview mit den in Dortmund erscheinenden „Ruhr Nachrichten“ hat der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, vor dem Treiben sogenannter Horror- oder Grusel-Clowns gewarnt. Wer bereit sei, jemandem Todesangst einzujagen, mit dem Messer oder mit einer Kettensäge auf ihn loszugehen, der nehme Verletzungen oder gar den Tod desjenigen in Kauf. Das seien schwere Straftaten, alles andere als ein Schabernack und gehöre verfolgt sowie bestraft, sagte er der Zeitung am vergangenen Wochenende.

Auf jeden Fall die Polizei rufen

Der GdP-Chef bezeichnete die Grusel-Clowns als ein in Deutschland relativ neues Phänomen. Vorfälle waren zuvor in den USA und im europäischen Ausland beobachtet worden. Solche Übergriffe könnten auch als Körperverletzung verfolgt werden, wenn die Opfer bedrängt und eingeschüchtert würden. „Wenn jemand um sein Leben fürchten muss, ist das eine Straftat, auch wenn er nicht körperlich verletzt wird“, betonte Malchow.

Er appellierte an Zeugen solcher Vorfälle, auf jeden Fall sofort die Polizei zu rufen. Auch die Opfer sollten sich an die Polizei wenden und Anzeige erstatten, damit mögliche Straftaten verfolgt werden können. Der-GdP-Bundesvorsitzende: „Wenn diese Taten nicht geahndet werden, drohen weitere bis hin zu einer ganzen Serie. Jeder muss wissen, dass so etwas nicht ohne Folgen bleibt.“

Bei jugendlichen Tätern müsse man die Jugendämter mit einschalten. Malchow kündigte an, dass die Polizei die Entwicklung rund um die Grusel-Clowns auch angesichts des nahenden Halloween-Tages am 31. Oktober aufmerksam beobachten werde.

Link: Homepage der "Ruhr Nachrichten"