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"Unwort des Jahres":

Sprachkritiker tadeln DPolG-Vorsitzenden Wendt

Berlin/Frankfurt a. Main.

Die Diffamierung von Bürgern und ein "bedenkliches Verständnis der Grundrechte" wirft die Jury der Aktion "Unwort des Jahres" dem Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt vor. Wendt hatte die Politiker Gerhart Baum und Burkhard Hirsch, die wegen Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen schon einmal vor das Bundesverfassungsgericht gegangen waren und dies beim neuen BKA-Gesetz noch einmal tun könnten, als „Karlsruhe-Touristen“ bezeichnet.


 "Notleidende Banken" als unrühmlicher Sieger des Jahres 2008 und die "Rentner-Demokratie" wurden ebenso moniert.

Der Jury für das Unwort des Jahres 2008 gehörten an die vier ständigen Mitglieder Prof. Dr. Margot Heinemann (Leipzig), Prof. Dr. Nina Janich (Darmstadt), der Sprecher der Jury Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser (Frankfurt a.M.) und Prof. Dr. Martin Wengeler (Düsseldorf). Vertreter der Sprachpraxis war diesmal der Chefredakteur der „Thüringer Allgemeinen“ Sergej Lochthofen (Erfurt). Die Wahl eines „Unworts des Jahres“ erfolgte zum 18. Mal.

Link: Sprachkritische Aktion "Unwort des Jahres"