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GdP-Thüringen heute im MDR "Fakt ist.."

Erfurt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist über die zunehmende Zahl von Bürgerwehren in Thüringen besorgt. Mittlerweile kontrollierten diese Zusammenschlüsse sogar andere Menschen oder stellten Verdächtige im Internet an den Pranger, warnte der GdP-Chef Kai Christ.

Eine wachsame Nachbarschaft sei zwar wünschenswert, allerdings dürften die Bürger dabei keine polizeilichen Aufgaben übernehmen, sagte Christ dem MDR THÜRINGEN. Bei Verdachtsfällen müsse stets die Polizei gerufen werden. Problematisch sei jedoch auch, sagte Christ, dass sich die Polizei zunehmend aus der Fläche zurückziehe. Mit der fehlenden Präsenz der Polizei würden die Menschen immer öfter das Ruder selbst in die Hand nehmen. Das seien die Auswirkungen des Stellenabbaus. "Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif, Polizei kostet Geld", argumentiert der Thüringer Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Kai Christ aus seinen Erfahrungen heraus. Er und seine Kollegen wollen mehr vorbeugend arbeiten, mehr auf Streife sein und so potentiellen Einbrechern das Leben schwer machen.

Wer ist für Sicherheit an Wohnungen zuständig? Lassen sich Einbrecher durch Sicherungsmaßnahmen wirklich abhalten? Läuft die Polizei den Tätern nur hinterher? Sind aufmerksame Nachbarn, auch in Bürgerwehren, die besseren Polizisten?

darüber diskutieren am Montag, 27.07.2015, 22:05 Uhr im MDR FERNSEHEN:

* Hammend Khamis (Ex-Einbrecher)
* Dr. Wiebke Steffen (Weißer Ring)
* Steffen Lemme (SPD, MdB)
* Kai Christ (Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei)