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Klaus Hübner wird 90 - GdP Berlin gratuliert langjährigem Mitglied und Polizeipräsidenten a. D.

Berlin.

Berlins Polizeipräsident a.D. Klaus Hübner wird am Donnerstag, 19. Juni, 90 Jahre alt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wünscht dem Jubilar zu seinem Ehrentag viel Glück, alles Gute und beste Gesundheit. "Klaus Hübner nur zu seinem runden Geburtstag zu gratulieren, wäre zu wenig", sagte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Mittwoch, "wir möchten ihm vielmehr auch danken."

"Danken dafür, dass er während seiner 18-jährigen Tätigkeit als Polizeipräsident Berlins nie müde wurde zu betonen, dass es in erster Linie Polizeibeamte sind, die für Fehler der Politik auf der Straße ihren Kopf hinhalten müssen. Er stellte sich stets vor ,seine Männer und Frauen' - und das ist wichtig und richtig. Mit der Gründung der ,Gruppe 47' und seiner Idee der ,Berliner Linie', die Deeskalation und Befriedung der Hausbesetzerszene zum Inhalt hatte, hat er der Berliner Polizei und der Stadt einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Die Ergebnisse seiner Arbeit wirken bis heute nach."

Selbstverständlich danke sie ihm auch für seine großen gewerkschaftlichen Verdienste, so Philipp weiter. Sie erinnerte daran, dass Klaus Hübner schon bald nach seinem Eintritt in die Polizei der GdP beigetreten ist, jahrelang aktiv und engagiert mitarbeitete und seiner GdP bis heute als Mitglied treu geblieben ist. "Wir sind stolz darauf, Klaus Hübner Mitglied unserer Gewerkschaft nennen zu dürfen," sagte Kerstin Philipp.

1924 in Berlin geboren, ging Klaus Hübner 1949 zur Polizei und trat ein Jahr später in die GdP Berlin ein. Von August 1951 bis 53 war er hier als Gewerkschaftssekretär tätig und übernahm im Oktober 1953 (bis 1968) als Erster in diesem neu geschaffenen Amt den Posten des GdP-Bundesgeschäftsführers in Düsseldorf.

Zwischen 1965 und 68 saß Klaus Hübner für die SPD als Mitglied im Deutschen Bundestag in Bonn, im Januar 1969 wurde er Polizeipräsident in Berlin. Die gewaltsame Befreiung des Terroristen Baader, Hausbesetzungen, Straßenschlachten, die Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz .: Das waren in den Folgejahren Themen, mit denen sich Klaus Hübner auseinanderzusetzen hatte. Gemäß seinem Grundsatz, dass die Innere Sicherheit ein Eckpfeiler des demokratischen Gemeinwesens darstellt, nahm er sich dieser Probleme an und setzte seine viel beachteten Projekte (s.o.) um. Nach 18 Jahren und zwei Monaten ließ sich Klaus Hübner, nach heftigen Konflikten mit dem damaligen CDU-Senator Dr. Kewenig, auf eigenen Wunsch vom Abgeordnetenhaus von Berlin vom Amt abberufen.