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GdP-Vor-Ort:

Letzte Hundertschaften treffen ein

Baden-Baden/Berlin.

Mit hoher Präzision werden derzeit die letzten polizeilichen Vorbereitungen vor der morgigen Ankunft der Staatsgäste zum NATO-Gipfel-Jubiläum im Dreieck Baden-Baden, Straßburg und Kehl getroffen. Zur Zeit treffen die letzten Einsatzhundertschaften aus dem gesamten Bundesgebiet ein und beziehen ihre Quartiere.

Die zahlreichen Vertreter der GdP vor Ort haben von den Kolleginnen und Kollegen bislang nur Gutes über die Unterbringung und die Verplegung gehört. Neben Personalräten aus Landesbezirken und Bezirken sind vor allem die GdP-Kollegen des Landesbezirks Baden-Württemberg mit mobilen Team vor Ort, um den eintreffenden Kräften mit Rat und Hilfe zur Seite zur stehen. Übrigens herrscht blendendes Frühjahrswetter mit sommerlichen Temperaturen.

Erste Auseinandersetzungen
Die ersten Auseinandersetzungen mit Gipfel-Gegnern hat die Polizei bereits hinter sich. Am gestrigen Abend blockierten militante Gipfel-Gegner die Brücke zwischen Straßburg und Kehl. Deutsche und französische Fahnen wurden verbrannt. Die Gipfel-Gegner rechnen mit mehreren Tausend Teilnehmern bei den unterschiedlichen Protestveranstaltungen, zu denen etwa 600 Organisationen aus dem In- und Ausland aufgerufen haben.

Mittlerweile ist auch Jörg Radek, im Geschäftführenden GdP-Bundesvorstand für "Großeinsätze" zuständiges Mitglied, im Einsatzgebiet eingetroffen. Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg wird in den Abendstunden erwartet. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ, 02.04.2009) kritisierte Freiberg, dass die Grenze der Belastbarkeit für die Polizei durch ständige Großeinsätze längst überschritten sei. „Während des NATO-Gipfels darf nichts anderes mehr passieren.“ So hätten Fußball-Spiele der Profiligen bereits abgesagt werden müssen, weil es an diesem Wochenende an Beamten fehle.

Weitere Randale befürchtet
Der GdP-Vorsitzende befürchtet, dass etwa der autonome schwarze Block die Demonstrationen beim NATO-Gipfel für Krawalle nutzen will: "Die Wirtschaftskrise hat die Stimmung der Kritiker gegen die führenden Industrienationen weiter angeheizt. Wir müssen damit rechnen, dass die Proteste beim NATO-Gipfel deutlich aggressiver werden als in der Vergangenheit. Reisende Gewalttäter könnten den Protest der Friedensbewegung gezielt für Randale und brutale Übergriffe auf Polizisten missbrauchen.