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GdP zur Loveparade-Tragödie:

„Lückenlose Aufklärung dringend erforderlich“

Berlin.

Nach der Duisburger Loveparade-Tragödie trauert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) um die 19 Todesopfer und bedauert die über 350 Verletzten. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Hugo Müller: „Die Gewerkschaft der Polizei spricht den Angehörigen und Hinterbliebenen ihr tiefes Mitgefühl aus. Aus Respekt vor den Opfern der Tragödie ist es unerlässlich, die Katastrophe zügig und mit Augenmaß aufzuarbeiten. Selbsternannte Sicherheitsexperten, die jetzt schon meinen zu wissen, wer die Verantwortung für die Tragödie zu tragen habe, handeln in höchsten Maße scheinheilig und unverantwortlich.“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine sachliche und vorurteilsfreie Untersuchung der Tragödie. Der stellvertretende Vorsitzende der GdP, Hugo Müller, mahnte alle Beteiligten, keine Schnellschüsse in Richtung von vermuteten Verantwortlichen abzugeben. „Jetzt muss es zu einer lückenlosen Aufklärung ohne Ansehen der Person und Institution kommen“, sagte Hugo Müller. „Vorab kann festhalten werden, dass die eingesetzten Polizisten vor Ort besonnen gehandelt und hunderte von Personen gerettet haben. Ihnen und den tausenden Rettungskräften gilt unserer Dank!“

Die GdP erwartet von allen Beteiligten, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vorbehaltlos und konsequent zu unterstützen. „Derzeit liegen keine gesicherten Erkenntnisse über individuelles Fehlverhalten bei der Planung und Genehmigung der Veranstaltung vor. Da die Verantwortlichen einen friedlichen Charakter der Veranstaltung angenommen und ein Sicherheitskonzept abgestimmt hatten, ging man offensichtlich davon aus, alle notwendigen Vorkehrungen getroffen zu haben. Der schreckliche Verlauf der Loveparade weist aber darauf hin, dass die gesamte Veranstaltung dem Massenansturm nicht gewachsen war“, betonte Hugo Müller.