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GdP zur Katastrophe von Duisburg:

„Verantwortliche ziehen Köpfe auf Kosten der Polizei aus der Schlinge“

Berlin.

„Wir werden es nicht zulassen, dass die Verantwortlichen für die Katastrophe in Duisburg jetzt versuchen, auf Kosten der Polizei ihre Köpfe aus der Schlinge zu ziehen“, erwidert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, die Kritik des Veranstalters und der Stadt Duisburg am Einsatz der Polizei anlässlich der Loveparade.

Freiberg: “Die Polizei und andere Fachleute sind bei den Vorplanungen mit politischem Druck an die Wand gespielt worden. Ihre Einwände und Bedenken wurden nicht berücksichtigt, kritische Stimmen mundtot gemacht. Der politische Ehrgeiz der Stadtspitze und das wirtschaftliche Interesse des Veranstalters, sich mit einem solchen Mega-Event zu schmücken, hat eine sachgerechte Diskussion über die Risiken erstickt. “

Die Einsatzkräfte, so Freiberg weiter, hätten am Unglückstag in einer völlig verfahrenen Situation unter Einsatz von Leib und Leben versucht, zu retten, was noch zu retten ist. Freiberg: „Anstatt ihnen dankbar zu sein, versuchen nun viele, eigene Fehleinschätzungen auf die Polizistinnen und Polizisten abzuwälzen.“ Gleichzeitig warnte Freiberg davor, die Ursachensuche für die Katastrophe von Duisburg im parteipolitischen Streit zu vernebeln.