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GdP: Maikrawalle sind Zeichen für Verrohung der Gesellschaft

Berlin.

Nach den Ereignissen der vergangenen Nacht sieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ihre schlimmsten Befürchtungen in der Zunahme der Gewaltbereitschaft weit übertroffen. GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: „Die Menschenverachtung und Brutalität, mit der die Gewalttäter in Berlin, Ulm, Hamburg, Dortmund und anderswo zugeschlagen haben, zeigt, das wir der Verrohung der Gesellschaft in den letzten 24 Stunden ein Stück näher gekommen sind. Das lässt für die Zukunft Schlimmes erwarten.“

In Berlin habe es allein in einer Abteilung der Bereitschaftspolizei 120 Verletzte Beamtinnen und Beamte gegeben. GdP-Vertreter vor Ort hätten unglaublich brutale Szenen geschildert, als der Mob Polizeibeamte mit Molotowcoctails, Gehwegplatten und Pflastersteinen angegriffen habe. Freiberg: „ Das waren straff organisierte linksautonome Kriminelle. Während Vermummte Mordanschläge auf meine Kolleginnen und Kollegen verübten, ließen sich unweit daneben Tausende die Partylaune nicht trüben.“

In Dortmund waren es rund 300 militante Neonazis, die Teilnehmer der 1. Mai-Demonstration des DGB unvermittelt angegriffen hatten. Auch hier sei man auf Polizeibeamte losgegangen, als wolle man sie töten.

Freiberg betonte, auch Polizeibeamtinnen und –beamte hätten ein Recht auf Schutz ihrer Menschenwürde. „Die Aufrufe im Internet, Polizeibeamte anzugreifen und das Plakat, auf dem brennende Beamte gezeigt wurden, waren bitterernst. Der Gesetzgeber muss endlich handeln und die Strafen für Körperverletzung gegen Polizeibeamte und auch die Aufforderung dazu, härter bestrafen. Meine Kolleginnen und Kollegen sind kein Schlachtvieh," sagte Freiberg.