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Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu begonnenen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Malchow: Polizeibeschäftigte erwarten deutliche Einkommenssteigerungen

Berlin.

Ungeachtet jüngster Mäßigungsappelle der Arbeitgeberseite gehen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes mit einer klaren Forderung nach einer deutlichen Einkommenssteigerung in die am Montag in Berlin begonnenen Tarifverhandlungen für die rund 800.000 Beschäftigten in den Ländern. Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „In Zeiten stark zunehmender Belastungen ist es einfach nur gerecht, dass die Beschäftigten entsprechend mehr in der Geldbörse vorfinden. Wir werden nicht zögern, auch harte Bandagen einzusetzen, um den Arbeitgebervertretern das deutlich zu machen.“ Die im öffentlichen Dienst Tätigen verdienten endlich mehr Anerkennung für ihre gute und hoch motivierte Arbeit, sagte er am Montag in Berlin.

GdP, ver.di, GEW, IG BAU und die dbb-tarifunion fordern 5,5 Prozent, aber mindestens 175 Euro sowie eine verbindliche Verlängerung der Übernahmeregelung für die Auszubildenden.

Kerstin Philipp, stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende und für Tarifpolitik im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand zuständig: „Die Tarifbeschäftigten in der Polizei werden seit Jahren mit einem fortlaufenden Personalabbau belastet. Sich türmende Aufgabenberge, massive Arbeitsverdichtung und hohe Krankenstände behindern nicht nur interne Arbeitsabläufe, sondern verärgern immer mehr Bürger, die trotz der engagierten Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen in den Behörden teils enorme Wartezeiten für ihre Anliegen hinnehmen müssen.“

Bei möglichen Tarifauseinandersetzungen seien sich die Tarifbeschäftigten in der Polizei der Solidarität der beamteten Kolleginnen und Kollegen sicher. Denn auch nach dem Bundesverwaltungsgerichtsurteil (Az. 2 C 1.13) vom 27. Februar 2014 dürfen die Beamtinnen und Beamten nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden.