Zum Inhalt wechseln

Nach Polizeieinsatz in Bremen - GdP-Chef Oliver Malchow im Gespräch mit dem "Deutschlandfunk"

"Die Terrorgefahr in Deutschland ist konkret"

Berlin.

Als eine verhältnismäßige und notwendige Aktion verteidigte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, im Deutschlandfunk (DLF) den Großeinsatz der Sicherheitskräfte am Wochenende in Bremen. Es habe konkrete Terrorhinweise gegeben. Die Bürger hätten mit Vertrauen in die Polizei reagiert. Malchow forderte aber auch mehr Personal. "Die Polizei wusste, was sie tat", sagte Malchow, und die Kollegen hätten sehr gute Arbeit geleistet. Die vorliegenden Hinweise hätten den Großeinsatz mit bewaffneten Spezialkräften in der Öffentlichkeit notwendig gemacht. "Wir werden ja weiterhin in Deutschland diese Bedrohungslage haben", man könne nicht mehr nur von einer abstrakten Gefahr ausgehen, sondern müsse gegenüber den Bürgern offen von einer konkreten Bedrohung sprechen.

Das aufgeschlossene Verhalten der Bremer Bürger am Wochenende zeige, dass sie mit der Situation umgehen könnten. Umso wichtiger sei es, fügte Malchow hinzu, dass auch weiterhin großes Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsbeamten bestehe.

Allerdings bedeuteten derartige Einsätze einen enormen Kräfteaufwand. Dass Versammlungen und Demonstrationen wie in der Vergangenheit abgesagt werden müssen, sei eine absolute Ausnahme. Um die innere Sicherheit auch weiterhin zu gewährleisten, müsse der hohe Standard gehalten werden. Das sei mit der derzeitigen Personalausstattung nicht möglich. Besonders die Länderparlamente hätten in den vergangenen Jahren "deutlich gespart". Es drohe eine steigende Unzufriedenheit und Kriminalitätsfurcht der Bürger, warnte Malchow in einer Meldung auf der DLF-Homepage ...

Link: Bitte lesen Sie hier das DLF-Interview in voller Länge Zu finden ist dort auch ein Audio-Link.