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Freiberg: Vertrauen in Polizei würde nachhaltig gestört

Nacktscanner kommen für GdP nicht in Frage

Berlin.

So genannte Nacktscanner griffen, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, zu tief in die Bürgerrechte ein. Bei einer Fluggastkontrolle quasi nackt begutachtet zu werden, störe massiv das sittliche Empfinden der Menschen.

Freiberg: „Der Sturm der Entrüstung und die damit einhergehende breite Ablehnung solcher Kontrollen bestätigt den für die GdP seit ihrer Gründung gültigen Grundsatz, dass bei jeder Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit die Bevölkerung auch dahinter stehen müsse.“ Es sei vor allem das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die rechtsstaatlich und moralisch einwandfreie Arbeit der Sicherheitsbehörden, die die Polizei benötige, um erfolgreich sein zu können. Freiberg: „Für die GdP kommen Ganzkörper-Scanner nicht in Frage.“

Freiberg merkte an, dass im besonderen Flughafenbetreiber den Einsatz dieser Geräte befürworten. Der GdP-Vorsitzende: „Jeder, der genau hinschaut, sieht bei den Airport-Chefs doch das Euro-Zeichen in den blauen Augen.“ Es sei ja nur natürlich, das wirtschaftliche Effizienz im Vordergrund stünde. So dem Bürger auf den Pelz rücken, verrate aber letztlich nur die Absicht, das permanente Drehen an der Kostenschraube bei den Fluggastkontrollen zu verschleiern. Freiberg: „Die nervtötenden Schlangen vor den Sicherheitskontrollen resultieren daraus, dass massiv Personal eingespart wurde.“

Freiberg forderte mehr und auch besser geschultes Personal. Hier sei auch der Staat gefordert, da es sich bei solch sensiblen Kontrollen um hoheitliche Maßnahmen handele. Nur so könne im Einklang mit dem Flugkunden ein Mehrwert an Sicherheit erlangt werden. Darüber hinaus erforderlich seien aber zudem Investitionen in neue Techniken. Freiberg: „Aus Sicherheitsgründen sind Nacktscanner nicht erforderlich. Deutlicher Nachholbedarf besteht aber beispielsweise bei Detektoren, die Metall und gefährliche Substanzen besser erkennen als die herkömmlichen Geräte.“