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Wattestäbchen-Panne stellt DNA-Analyse nicht in Frage

Berlin.

Durch möglicherweise bei Herstellung oder Verpackung verunreinigte Wattestäbchen, die im Fall des Polizistinnenmordes von Heilbronn die Polizei auf falsche Spuren geleitet haben könnten, ist nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die DNA-Analyse bei der eindeutigen Überführung von Tätern nicht in Frage gestellt.

GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Es muss untersucht werden, ob Nachlässigkeiten auf Seiten des Herstellers zu einem Berg unnützer Arbeit für die ermittelnden Kollegen geführt haben, jedoch ist nahezu auszuschließen, dass aufgrund einer solchen Panne tatsächlich jemals ein Unschuldiger für eine Tat verurteilt wird, die er nicht begangen hat."

Eine DNA-Spur sei in der Regel immer nur ein Beweismittel von mehreren, die in einem Strafverfahren zur Überführung des Täters und letztendlich zur Verurteilung führen.

Es sei allerdings unabdingbar, dass die Polizei einwandfreies Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt bekomme. Freiberg: „Das heißt, dass den Herstellern gezielte Qualitätsvorgaben gemacht und deren Einhaltung durch strenge Kontrollen überwacht werden müssen.“