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Arbeitstagung der süddeutschen GdP-Senioren in Baden-Württemberg

„Philosophie“ der GdP-Seniorenarbeit

Es hat eine langjährige Tradition, wenn sich Vertreter der süddeutschen GdP-Seniorenvorstände einmal im Jahr zu einer klausurähnlichen Arbeitstagung treffen. 1998 unter dem damaligen Bundesvorsitzenden Hermann Lutz ins Leben gerufen, verstehen sich die Treffen als Diskussionsgremium, das Probleme erörtert und diese im Idealfall mit Lösungsvorschlägen in den Bundesseniorenvorstand einbringt. Ziel ist es aber vor allem durch intensive Gespräche losgelöst von einer strengen Tagesordnung die Arbeit für die Senioren in den einzelnen Landesbezirken/Bezirken voranzubringen und zu verbessern.

Die Länder Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und das Bundeskriminalamt gehören zu diesem Kreis. Von rund 177.000 GdP-Mitgliedern in Deutschland gehören etwa 30.000 zu den Senioren/innen. In diesem Jahr fand das Treffen in Bad Herrenalb im baden-württembergischen Schwarzwald statt. Obwohl das Wetter der wunderschönen landschaftlichen Umgebung nicht die gewünschte Begleitung bot fühlten sich die Teilnehmer in einem Tagungshaus der evangelischen Kirche sehr wohl, was auch den vorzüglichen organisatorischen Vorbereitungen des Baden-Württembergischen stellvertretenden Landesseniorenvorsitzenden Manfred Bohn zu verdanken war. Schwerpunkt der von Werner Fischer, Landesseniorenvorsitzender von Baden-Württemberg, geleiteten Gespräche war die „Philosophie“ der Seniorenarbeit in den einzelnen Landesbezirken/Bezirken der GdP.

Dabei konnten doch ziemliche Unterschiede festgestellt werden: Von der strategisch angelegten und gut durchorganisierten flächendeckenden Einzelbetreuung der Mitglieder bis hin zu intensiver Bemühungen bei den politisch Zuständigen zur Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften reichte die Spannbreite. In der Diskussion war man sich schließlich einig, dass die „Mischung“ wohl der richtige Weg sei und die ehrenamtliche Mitarbeit auf Landes-/Bezirksebene und insbesondere ein „Netzwerk“ von Seniorenvertretern vor Ort für die Kommunikation und die Betreuung von größter Bedeutung sei. Nicht überall finde man leider die maximalen Verhältnisse. Das Thema bot auch reichlich Gelegenheit aus vielen vorgetragenen praktischen Beispielen voneinander zu lernen – ein wesentlicher Gewinn dieser speziellen Treffen. Überall würden auch die Seminare „Vorbereitung auf den Ruhestand“ sehr große Nachfrage erleben und für die Erhaltung der Mitgliedschaft in der GdP nach Eintritt in den Ruhestand von großer Bedeutung sein. Auch der Aspekt der Weitergabe der langjährigen Berufserfahrungen, neudeutsch: „Know How“, an junge Mitglieder, die oft außer Schule und Studium nur wenig ausreichenden beruflichen Hintergrund hätten, wird als bedeutend angesehen.

Die Vertretung der Senioren in der GdP, den anderen Einzelgewerkschaften und dem DGB ist stets auch im Gespräch. So habe die GdP ihre Senioren zwar in ihre Organisationsstrukturen eingebaut, wünschenswert sei jedoch eine noch bessere Vertretung ihrer speziellen Interessen in den verschiedenen Gremien (insbesondere Delegiertentagen und teilweise auch in Vorständen). Auch der nach wie vor im DGB nicht gewollte Einbau der Senioren in seine organisierte Struktur wird stets kritisiert. Der Bundesseniorenvorstand solle deshalb anstreben, von GdP-Seite mit den Seniorenvertretungen, insbesondere der Einzelgewerkschaften des Öffentlichen Dienstes, Kooperationen einzugehen. Foto und Text: H.W. Fischer