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GdP Berlin: Polizei erstattet Anzeige gegen die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM)

Berlin.

„Als eine ungeheuerliche Schlamperei“ hat heute der Vorsitzende der GdP-Bezirksgruppe im Landeskriminalamt (LKA) Robert Hobrecht gefährliche Baumängel im Gebäude des Flughafen Tempelhof, Gebäudeteil C2/G2 in 10965 Berlin, Columbiadamm 4, bezeichnet. Dort befinden sich im 2. und 3. Obergeschoss die Diensträume des Betrugsdezernats (Dezernat 31) des LKA Berlin.

Vermieter des Objekts ist die BIM GmbH als Eigentümervertreter zusammen mit der von ihr beauftragten Tempelhofprojekt GmbH.

„Nach Prüfung der Baumängel durch den Sicherheitsingenieur der Polizei wurden ungesicherte elektrische Leitungsanlagen in den Fluren verlegt. Gesetzlich vorgeschriebene Brandschutzmaßnahmen und der Einbau von Brandschutzdecken werden seit 2006 verschleppt“, gab der Gewerkschafter bekannt, der auch Vorsitzender des Personalrates im LKA Berlin ist.

Scharf kritisierte er, „dass
    - der derzeitige Zustand im Gebäude gegen die Bauordnung und die Arbeitsstätten-Verordnung verstößt,
    - brandschutztechnische Anforderungen missachtet werden,
    - Rettungswege nicht ausreichend gesichert sind und
    - bis heute keine Maßnahmen zur Beseitigung der Mängel eingeleitet wurden.“

Ausdrücklich begrüßte er, dass die Polizeiführung nach jahrelangen vergeblichen Bemühungen, die Missstände beseitigen zu lassen, reagiert und Anzeige wegen Verstoßes gegen
§ 50 der Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen (Betriebs-Verordnung - BetrVO) vom 10. Oktober 2007 beim zuständigen Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg erstattet hat.

„Wir werden jetzt mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten darauf drängen, dass diese Baumängel beseitigt werden“, kündigte der Personalratsvorsitzende an. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben ein Recht auf einen den beruflichen Anforderungen entsprechenden Arbeitsplatz. Sie können erwarten, dass die dafür Verantwortlichen das auch sicherstellen.“