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Richter: Fahndungsdruck auf Rocker weiter hoch halten

Berlin.

Nach erfolgreichen polizeilichen Maßnahmen und verhängten Vereinsverboten gegenüber kriminellen Motorradclubs in Berlin und Brandenburg fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Innenminister und -senatoren von Bund und Ländern auf, den Fahndungsdruck auf kriminelle Rockerbanden bundesweit hoch zu halten. Frank Richter, stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender: „Hinter der folkloristischen Fassade von Leder, Ketten und Männerfreundschaft steckt knallhartes organisiertes Verbrechen. Das Gerüst der Hells Angels, Bandidos, Mongols und anderen krimineller Bikerclubs wird von massiver Gewalt, eigener Rechtsprechung und strengen Hierarchien gehalten. Für Born-to-be-wild-Romantik ist da kein Platz.“ Die Polizei, so Richter, müsse in die Lage versetzt werden, den Rockern permanent auf den Füßen zu stehen. Nur so sei der Rockerkriminalität das Wasser abzugraben.

In Deutschland, so der stellvertretende GdP-Vorsitzende weiter, dürfe kein Platz für Parallelgesellschaften sein. Dies gelte nicht nur für Motorradgangs, sondern auch für gewaltbereite religiös-fundamentalistische Gruppen wie politisch moti-vierte Kriminelle von Links und Rechts. Richter: „Menschen, die unser Grundgesetz ablehnen, die zu Hass gegenüber anderen aufrufen und auch vor dem Tod Andersdenkender nicht zurückschrecken, müssen die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen. Dazu benötigen die politisch Verantwortlichen Rückgrat sowie Justiz und Polizei nachhaltige Unterstützung.“ Die innere Sicherheit, so Richter, leide unter parteipolitischen Ränkespielen und Machtproben.

 

 
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Foto: ShishinBO - pixelio.de