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Tarifnewsletter der GdP-Sachsen

Kesselsdorf.

Die erste Verhandlungsrunde ist zu Ende. Unsere berechtigten Forderungen wurden gegenüber den Vertretern der Arbeitgeber der Länder begründet. Die steigenden Steuereinnahmen von Bund und Ländern, die gute Wirtschaftslage und die, um nachhaltiges Wachstum zu erreichen, Ankurbelung der Binnennachfrage rechtfertigen die angestrebten Erhöhungen der Entgelte für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

Mit den Hinweisen einer sinkenden Inflationsrate und der eingeführten Schuldenbremse in den Haushalten der Länder und der daraus resultierenden unterschiedlichen Haushaltslage wurden unsere Forderungen als überzogen zurückgewiesen.

Vielmehr brachte die Arbeitgeberseite nun doch die Altersvorsorge der Beschäftigten des ÖD die VBL für die diesjährige Tarifverhandlung ins Spiel. Dazu sollen zur Zeit Gespräche mit den anderen Arbeitgebern von Bund und VKA geführt werden, da ein noch gemeinsam verhandelter und abgeschlossener Tarifvertrag besteht. Nach ihrer Meinung seien Einschnitte in den Leistungen unumgänglich. Die im Alterstarifvertrag vereinbarte Verzinsung sei mit dem derzeitig niedrigen Zinsniveau am Kapitalmarkt nicht mehr zu erzielen.

Mit diesem Schritt wagen es die Arbeitgeber sich an der Altersvorsorge von tausenden Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes zu vergreifen. Damit wird die ohnehin schon nicht gerade gute Konkurrenzfähigkeit des ÖD im Wettstreit um die auch bei uns dringend benötigten Fachkräfte weiter beschnitten. So wird sehenden Auges die Leistungsfähigkeit des Staates weiter vermindert.

Dieses Ansinnen wurde von den Vertretern der Gewerkschaften natürlich als ungerechtfertigt zurückgewiesen.

Weiter thematisiert wurde die Entgeltordnung der Lehrer, die in dieser Einkommensrunde wieder mit verhandelt werden soll.

Auch unserer Forderung nach der zeit- und -inhaltsgleichen Übernahme des Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich stehen die Verhandlungsführer ablehnend gegenüber, obwohl diese gerichtlich vorgegeben ist.
Wir verhandeln auch für unsere verbeamteten Kolleginnen und Kollegen mit.

Die Verhandlungen werden am 26./27. Februar 2015 in Potsdam fortgesetzt.

Wir halten Euch auf dem Laufenden!