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Tarifrunde 2008

Tarifparteien in Potsdam richten sich auf eine lange Nacht ein

Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg unterrichtet die Presse.
Potsdam.

Seit Freitagmittag verhandeln die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und die Arbeitgeber von Bund und Kommunen nahezu ununterbrochen, um einen bundesweiten Streik in letzter Minute abzuwenden.

Der Schlichterspruch von Lothar Späth vom 27. März 2008 hatte eher zu einer Zuspitzung geführt, als dass er die Wogen geglättet hätte. Eine weitere Mobilisierungswelle unter den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes war die Folge. Finden die Tarifparteien in Potsdam bis Sonntag keine tragfähige Lösung, ist von Mitte April an ein bundesweiter Arbeitskampf unausweichlich.

Zu Beginn der Verhandlungen kritisierten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften gegenseitig. Die Gewerkschaftsseite hatte bereits angekündigt, am Dienstag, den 1. April 2008, Urabstimmungen über einen Streik einzuleiten, wenn die Arbeitgeber den Schlichtervorschlag in Potsdam nicht nachbesserten.