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Tarifrunde 2015

GdP: Gegen unnachgiebige Haltung der Arbeitgeber Druck machen mit Warnstreiks und Aktionen

Potsdam/Berlin.

Ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu linearen Erhöhungen ging am Freitagmittag die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in Potsdam zu Ende. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bereitet sich auf Kampfmaßnahmen vor. GdP-Vorsitzender Oliver Malchow: „Die Arbeitgeber verbinden eine mögliche lineare Entgelterhöhung mit der Zusage der Gewerkschaften zu Eingriffen ins Leistungsrecht der Zusatzversorgung. Das ist mit uns nicht zu machen. In den Gesprächen im kleinen Kreis haben wir alle Themengebiete angesprochen. Eine Einigung wurde in keinem wesentlichen Punkt erzielt."

Kerstin Philipp, stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende und für Tarifpolitik im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand zuständig: „Wir bereiten uns nicht nur auf langwierige Verhandlungen vor, die am 16. und 17. März fortgesetzt werden. Es steht fest: Wir müssen mit Aktionen und Warnstreikmaßnahmen die unnachgiebige Haltung der Arbeitgeber durchbrechen. Dabei ist es dringend notwendig, dass auch unsere beamteten Kolleginnen und Kollegen durch ihre Beteiligung mithelfen, den Druck zu erhöhen.“



TdL-Verhandlungsführer Jens Bullerjahn (r.) mit seinem Statement nach der zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten in den Ländern. In der Mitte GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow, links neben ihm ver.di-Chef Frank Bsirske. Foto: Rüdiger Holecek


In den Gesprächen, so Malchow, hätten die Arbeitgeber signalisiert, dass eine Übertragung eines möglichen Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich keinesfalls eine Selbstverständlichkeit sei. Der GdP-Bundesvorsitzende: "Die Arbeitgeber reden sich damit heraus, dass die Beamtenbesoldungen aufgrund der föderalen Struktur originäre Angelegenheit der Länder seien und sie deshalb zur Übertragung auf den Beamtenbereich keine Aussage treffen werden.“