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GdP-Chef Konrad Freiberg bei ZDF-"Frontal21", 12.01.2010, ab 21:00 Uhr

Trügerische Sicherheit - Kontrollmängel am Flughafen

Berlin.

Der vereitelte Selbstmordanschlag von Detroit hat eine Debatte um die Flugsicherheit entfacht. Politiker fordern die schnelle Einführung von Körperscannern an Flughäfen. Die Durchleuchtung aller Passagiere wäre ein tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, sagen Kritiker. Der Nutzen der Scanner im Übrigen sei fraglich. Die Gewerkschaft der Polizei kritisiert seit Jahren, dass nur auf neue Technik gesetzt wird, nicht aber auf Qualifikation und anständige Bezahlung der Kontrolleure: "Der Bodyscanner kann nicht qualifiziertes Personal ersetzen. Das ist die entscheidende Sicherheitslücke, die wir an den Flughäfen haben", sagt GdP-Chef Konrad Freiberg der Frontal21-Redaktion.

Wer die Kontrollen hinter sich gebracht hat, könne im Duty-Free-Shop ungehindert hochprozentige Alkoholika und brennbare Parfüms in großen Mengen kaufen und ins Flugzeug mitnehmen. "Bei den Kontrollen spart man mit Dumpinglöhnen. Hinterher möchte man aber das Geschäft mit den Duty-Free-Shops machen", kritisiert der GdP-Vorsitzende. Man müsse in die Sicherheit und in die Menschen investieren, die dort arbeiten, und nicht nur daran denken, Geld zu verdienen. Doch Freibergs Kritik, so Frontal21, werde seit Jahren von Politikern und Flughafenbetreibern ignoriert.

Im Anschluss an die heutige Sendung von Frontal21 steht interessierten Zuschauern der Vorsitzende des GdP-Bezirks Bundespolizei, Josef Scheuring, im Frontal21-Chat zur Verfügung.