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Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Zentrale Demo in Potsdam Warnschuss für Arbeitgeber

Potsdam/Berlin.

„Nach dieser eindrucksvollen Demonstration ist den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes der Länder hoffentlich klar geworden, dass sie am morgigen Mittwoch in Potsdam endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen müssen“, kommentiert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, die hohe Zahl von über 12.000 Teilnehmern an der zentralen Kundgebung aus Protest gegen die festgefahrenen Einkommensverhandlungen für die rund 700.000 Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder am heutigen Dienstag in Potsdam.

Der dritten Verhandlungsrunde ist eine Serie von Warnstreiks und Protestkundgebungen von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in fast allen Bundesländern vorausgegangen.

Witthaut: „Wir waren selbst überrascht über die hohe Anzahl an Polizeibeamtinnen und -beamten, die sich an den Aktionen beteiligt haben. Da sie kein Streikrecht haben, opferten sie ihre Freizeit, um dabei zu sein. Auch die Polizeibeamtinnen und -beamten wissen, dass es um ihre soziale Zukunft geht und dass die Tarifbeschäftigten auch für sie kämpfen.“

Für die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes stehe jetzt schon fest, so Witthaut, dass das Ergebnis der Tarifverhandlungen auch auf die Beamtinnen und -beamten zeit- und inhaltsgleich übertragen werden müsse. Gewerkschaft der Polizei, GEW, ver.di und dbb-tarifunion verlangen Einkommensverbesserungen in Form eines Sockelbetrages von 50 Euro und eine lineare Erhöhung um 3 Prozent. Witthaut: „Wenn die Arbeitgeber die berechtigten Forderungen der Beschäftigten weiter ignorieren, sind sie für die Folgen verantwortlich.“

Zahlreiche Polizeibeamtinnen und -beamte beteiligen sich an den Aktionen: Foto: GdP