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EM-Public-Viewing lockt Hunderttausende vor die Leinwände:

Einsatzkräfte seit Jahren in Großeinsatz-Dauerschleife

Berlin.

Weitgehend friedlich, so das Fazit der Polizei, verliefen die Veranstaltungen und Feiern rund um das EM-Halbfinale zwischen der Türkei und Deutschland. GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: "Bei aller Freude über den bisher friedlichen Verlauf der EM-Partys stellen wir fest, dass sich die Polizei seit Jahren neben ihrem alltäglichen Dienst in einer Großeinsatz-Dauerschleife befindet. Das geht auf die Knochen der Kolleginnen und Kollegen. Personalbbau ist die falsche Antwort."

Hundertausende türkische und deutsche Fans in ganz Deutschland sahen kein hochklassiges, dafür aber umso spannenderes Spiel, bei dem die Löw-Elf durch das Last-Minute-Tor von Philipp Lahm am Ende mit 3 : 2 gewann. Rund 500.000 Besucher zählte allein die Berliner Fanmeile. Ausschreitungen dagegen gab es in Dresden, als 20 bis 30 jugendliche Randalierer nach dem Spiel drei Döner-Buden anzündeten und zwei türkische Betreiber verletzten.

In Chemnitz griffen Randalierer Einsatzkräfte unvermittelt an. Sechs Polizisten wurden verletzt und mehrere Polizeiautos beschädigt. In Hannover nahm die Polizei 20 Rechtsradikale in Gewahrsam, die beim Fan-Fest wiederholt rassistische Parolen riefen.




Fi-na-le, oh, oh!: Glücklich, nach einem glücklichen Sieg, tauchen deutsche Fans die Berliner Fanmeile in Schwarz-Rot-Gold.





Knapp vorbei: Türkische Fans in gedrückter Stimmung nach der Niederlage ihrer großartig aufspielenden Mannschaft . Fotos (3): Frank Graef