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Standpunkte zur Hochschule der Zukunft

Witthaut: "Wissenschaftsorientierung und Persönlichkeitsbildung nicht ersetzen"

Berlin.

In einem Beitrag für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sagt der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Witthaut, "Deregulierung, hierarchisches Denken und Unternehmensorientierung dürfen Wissenschaftsorientierung und Persönlichkeitsbildung nicht ersetzen". Die Gewerkschaft der Polizei unterstütze daher die Entwicklung eines hochschulpolitischen Programms des DGB.

Witthaut: "Seit dem Jahre 1999 haben sich in Europa, und auch in Deutschland, die Bildungs- und Hochschulprinzipien grundlegend geändert. Zentrale Ursache ist der Bologna-Beschluss vom 19. Juni 1999. Dort haben die Bildungsminister von 29 europäischen Staaten in der italienischen Stadt Bologna eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, mittels der ein einheitlicher europäischer Hochschulraum sowie eine Harmonisierung der jeweiligen Hochschulsysteme bis zum Jahre 2010 realisiert werden sollten.

Die Gefahr ist groß, dass die Bologna-Idee degeneriert zu einer Legende, die reinem Wirtschaftskalkül untergeordnet wird: Nach möglichst kurzer Studienzeit 'beschäftigungsfähige' Arbeitnehmer zur Verfügung zu haben.

In diesem Sinne sollten bisherige über entsprechende nationale Systeme erreichbare Graduierungen ebenfalls vereinheitlicht werden. Für alle an der Erklärung beteiligten Staaten sollte spätestens im Jahr 2010 die Umstellung auf Bachelor- und Master-Abschlüsse realisiert sein."

Bitte lesen Sie den gesamten Beitrag des GdP-Bundesvorsitzenden Bernhard Witthaut auf der Homepage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).
Foto: Olga Meier-Sander - pixelio.de