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Zwei Polizisten nach Schusswechsel in Kassel schwer verletzt - GdP-Landeschef wünschte baldige Genesung

GdP Hessen warnt vor Gefahren sogenannter Routineeinsätze

Wiesbaden/Kassel.

Bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt in Kassel am Donnerstagmorgen, 6. November, sind zwei Polizeibeamte durch Schüsse schwer verletzt worden. Der Täter hatte einem Beamten die Dienstwaffe entrissen und das Feuer auf die eingesetzten Kräfte eröffnet. Den eingesetzten Beamten blieb keine andere Wahl, als ebenfalls auf den Angreifer zu schießen. Dabei wurde dieser tödlich verletzt. Die hessische GdP wünschte ihren beiden verletzten Kollegen eine baldige und vollständige Genesung. Dieser Einsatz zeige einmal mehr, so die GdP, welchen hohen Risiken Polizistinnen und Polizisten im täglichen Dienst ausgesetzt seien.

Dabei spielten der GdP Hessen zufolge die Einsätze wegen häuslicher Gewalt immer wieder eine zentrale Rolle. Zunehmende Respektlosigkeit und eine immer niedrigere Hemmschwelle zur Ausübung von Gewalt belasten unseren Kolleginnen und Kollegen im täglichen Einsatz.
Die GdP bekräftigte unterdessen ihre seit Jahren erhobene Forderung nach der Einführung eines eigenen Schutzparagrafen 115 StGB, der die Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte insbesondere auch außerhalb einer Vollstreckungshandlung unter Strafe stellt.

Besorgt zeigte sich der hessische GdP Landesvorsitzende Andreas Grün und mahnte: "Wir brauchen ein gesellschaftliches Umdenken, um die Ächtung der Gewalt gegen die Polizei gegenwärtiger zu machen. Dabei ist die Einführung eines eigenen Schutzparagrafen ein wichtiges Mittel.“

Der Einsatz in Kassel zeige einmal mehr, dass gerade die tagtäglichen Einsatzsituationen unberechenbar seien und "unsere Kolleginnen und Kollegen einem besonderen Schutz des Staates bedürfen, den sie zu schützen verpflichtet sind", sagte Grün. Die psychischen Folgen eines solchen polizeilichen Einsatzes könne wohl keiner realistischer beurteilen als die Beteiligten selbst. Klar sei, dass sie einer umfangreichen und andauernden begleitenden Betreuung bedürften.

Foto: Falk Jaquart - pixelio.de